„Zwischen den Jahren“ in der Böhmischen Schweiz

„Zwischen den Jahren“ in der Böhmischen Schweiz

Was tut man als Sachse, wenn man die Nase voll hat von alle dem Weihnachtsgedöhns, Streß der Adventszeit, sich völlig überfüllt fühlt von Freßorgien über die Feiertage und auch sonst keine Verwandten mehr sehen kann? Richtig, man fährt mal schnell ins Elbsandstein-Gebirge. Und um auch noch den letzten Rest sprachgebundener deutscher Feiertags-Kultur hinter sich zu lassen, am besten gleich auf die tschechische Seite, also in die Böhmische Schweiz.

[Enthält links zu Herbergsbetrieben, Gastronomie, Verkehrsanbietern etc. und ist deshalb Werbung]

Hrensko, Mezni Louka, Mezná

Einreise nach Tschechien mit der Elbfähre

Das geht super schnell, vor allem mit der Bahn, denn ab Dresden fährt die S-Bahn halbstündlich bis Schöna. Und auf der anderen Elbseite liegt schon Tschechien – einfach in die Elb- Fähre unterhalb des Bahnhofs einsteigen, kurze Überfahrt und schon bist Du in Hŕensko – Czech Republik. Damit erreichst Du den besten Ausgangspunkt für Wanderungen in die Böhmische Schweiz.

Grenzschild CZ
CZ Grenze

Leider läßt die „deutsche Leitkultur“ Dich auf den ersten Metern doch noch nicht ganz los – Hier steht Stand an Stand der Asiamarkt mit Zigaretten, Markenklamotten, Spielzeug-Plunder und – deutschen Schlagern, die aus einzelnen Ständen dröhnen und uns schnell weitertreiben.

Aber dahinter lädt ein schmuckes kleines Städtchen mit einer barocken kleinen Kirche ein. Für den ersten Hunger aus der Anreise gibt es verschiedene Restaurants, kleine Stärkung, bevor es aufwärts geht. Für Vegetarier bleibt neben Palatschinken (Eierkuchen) entweder mit süßer Füllung oder mit Pilzen oft nur überbackener Käse auf der Karte. Doch das ist schon der erhoffte Energieschub für die bevorstehende Wanderung.

Wer will, kann natürlich auch direkt in Hŕensko (Herrnskretschen) eine Bleibe finden. Hotels und Pensionen gibt es genug.

Nach Mezná eingewandert

Doch schöner ist eine Unterkunft in Mezni Louka (Rainwiese) oder Mezná (Stimmersdorf), da es dort noch ruhiger zugeht in den Wintertagen. Gleichzeitig bist Du schon mal „auf dem Berg“ und hast gewissermaßen den besten Überblick. Also Wanderrouten in verschiedene Richtungen.

Der direkte Weg da hinauf führt leider erstmal rund 2,5km an der Straße entlang, das ist nicht so schön, auch wenn diese Straße wenig befahren ist. Gegenüber des Abzweigs zum Prebischtor beginnt dann auf der Südseite der Straße ein Waldweg, der direkt nach Mezná führt. Eine etwas anstrengendere Sommer- Alternative führt durch die Kamenica – Klamm (Edmundsklamm) auf dem grünen Weg, jedoch ist die Passierbarkeit im Winter nicht gegeben (teilweise Bootsfähren) und wetterabhängig. Die dritte Möglichkeit ist der südlicher gelegene und deutlich längere Weg (gelb markiert) über Janov (Johnsdorf).

Wilde Klamm, Böhmische Schweiz
Wilde Klamm der Kamenice

Ein warmes Zimmer in kalten Nebelnächten

In Mezná hatten wir ein Quartier im „U Mareśú“ ein alter Gasthof mit einigen Zimmern im Obergeschoß. Die Wirtin spricht so gut wie kein deutsch oder englisch, macht das aber durch pure Freundlichkeit wett. Wir haben trotzdem unsere Wünsche regeln können (o.k., mit etwas Schulrussisch, ein paar Brocken polnisch und sonstigem Kauderwelsch kriegt man das irgendwie hin). Jedenfalls war das Frühstück erstmal extrem fleischlastig, was mir als Vegetarier und zudem noch Morgenversüßer gar nicht geschmeckt hat.. Kein Problem, am nächsten Tag war die Wurst weg, dafür mehr Käse und Honig, Marmelade usw. Veganer hätten’s trotzdem schwer, aber das ist ja in der deutschen Provinz i.d.R. ähnlich.

Das Zimmer war bereits super warm. Angesichts der feuchten Nebelwolken, die draußen um die Berge zogen, eine Wohltat. Doch für einen guten Sauerstoff-Schub in der Nacht mußte die Heizung gleich ordentlich gedrosselt werden. Die Ausstattung ist nun nichts besonderes, einfache Preßspan-Möbel aus dem Möbelmarkt. Für zwei Nächte ohne große Ansprüche aber o.k. Das Bad war sehr großzügig bemessen, sauber, in freundlichen Farben gefließt und – super warm. Für einen harten outdoorer fast schon zuviel Luxus!

Das Wetter in Děčín
Kamenica Brücke, Böhmische Schweiz
Kamenica Brücke

Obwohl es zeitig dunkel wird und wir schon in der Dämmerung sind, starteten wir noch einen Erkundungsgang runter in die Klamm der Kamenice. Denn diese liegt direkt südlich unterhalb von Mezná, der Weg nach Janov und Růžová (Rosendorf) kreuzt bei Mezná den Fluß. Heute wabern Nebel durch dieses eng eingeschnittene Kerbtal und zusammen mit der fortschreitenden Dunkelheit geben sie dem Szenario einen mystischen Charakter. Oberhalb dieser Flußkreuzung liegt dann auch noch die Divoke Soutéska, die Wilde Klamm, wo der Fluß sich zwischen engen Felswänden hindurchzwängt. Das möchte ich eigentlich nochmal im Frühjahr sehen. Dann am Besten gleich per Boot, mal den Fluß runterfahren. Von Vysoká Lipa (Hohenleipa) aus ist das wohl möglich, per Raft bis Hrensko durch die Klamm und Schlucht zu paddeln.

Der Nachteil an Wintertouren ist, daß es so zeitig dunkel wird und die Nächte lang sind. So machen wir uns, fast schon im Dunkeln, auf den kurzen aber steilen Rückweg nach Mezná. Dort erkunden wir noch schnell die wenigen Straßen und Gebäude, finden aber außer ein paar geschlossenen Sommergaststätten nicht so wirklich interessantes.

Naja, ich habe meinen eReader mit, frische Lektüre gab es zu Weihnachten auch und so bleibt ein schöner Leseabend in unserem Zimmerchen.

Einmal Prebisch-Tor und zurück

Anstieg Prebischtor, Böhmische Schweiz
Letzter Anstieg Prebischtor

Nach der richtig guten Stärkung mit frischem Kaffee und reichlichem Frühstück, von dem wir gleich noch ein paar Brote für unterwegs stibitzen konnten, machen wir uns auf den Weg. Ziel ist heute eine Runde mit dem high-light Prebisch-Tor. (Pravćicka brána). Zuerst geht es ganz entspannt den Waldweg in Richtung Hrensko zurück (rot markiert). Der ist relativ unspektakulär, aber ein sehr angenehmer Waldweg eben mit Fichten und Buchen, einigen alten Pilzen am Wegesrand und manchmal kurzen Aussichten. An der Straße wechseln wir diesmal die Seiten und steigen auf der anderen Talseite wieder hinauf. Hier sind trotz naßkaltem Wetter immer ein paar andere Wanderer unterwegs. Das Prebischtor zieht schon seit über einhundert Jahren Gäste an. Nach einem letzten Aufstieg erreichen wir dieses Stein-Monument, welches das Wahrzeichen der Böhmischen Schweiz ist. Ein durch Ausspülung und Winderosion entstandenes steinernes Tor zwischen Felswänden.

Prebischtor-Baude, Böhmische Schweiz
Prebischtor-Baude

Daneben steht eine hohe, mehrstöckige Baude. Das Basement ist drei Stockwerke hoch aus Elbesandstein gebaut, darauf wurde eine zweistöckige Holzbaude errichtet. Es war wohl das erste explizit touristische Großprojekt in der elbischen Schweiz überhaupt. Und – oh Wunder – während wir unter dem Tor und um dem Tor alle möglichen guten und besten Foto-Standpunkte ausgiebig nutzen, bricht tatsächlich die Sonne durch die Wolken und reißt den grauverhangenen Himmel zum freundlichen Blau auf! Da sieht die Welt doch gleich ganz anders aus. Beim Blick über die Berglandschaft in der Umgebung sehen wir, wie sich aus den Graten und Hangwäldern überall Wolkenfetzen lösen und aus den Tälern aufsteigen. Eine eindrucksvolle Kulisse, schon für diese Ansicht hat sich die Kurzreise gelohnt.

Prebischtor - Ansicht, Böhmische Schweiz
Prebisch-Tor

Natürlich lassen wir keinen Ausblick und keinen Grat aus, so daß wie bestimmt über eine Stunde am Tor sind. In der Baude versuchen wir noch, etwas zu essen zu bekommen. Doch in der Winterzeit gibt es nur eine „Notversorgung“ mit heißgemachter Bockwurst oder ein paar abgepackten Keksen. Da belassen wir es bei ’ner heißen Schokolade und unseren mitgebrachten Broten. Es sind schon einige Besucher da, aber richtig lohnt sich der Gaststätten-Betrieb wohl nur in der Saison. Muß ja auch alles hochgeschleppt werden (bzw. mit Material-Lift hochgefördert)…

Labe - Bergland
Bergland an der Elbe

Unsere Wanderung setzen wir dann unterhalb der Wand bei schönstem Sonnenwetter fort in Richtung Mesni Luka. Auch das ist keine große Herausforderung, aber ein abwechslungsreicher Weg entlang der Südflanke von Zschand und Großem Winterberg. Übrigends, der Weg ist mal wieder mit einem großen roten EB markiert. Das ist der alte Fernwanderweg Eisenach – Budapest, der hier durch die Böhmische Schweiz führt. In meinem Bericht zur Mala Fatra habe ich den Weg schon mal erwähnt.

Rückseite Prebischtor Böhmische Schweiz
Elbsandstein Prebischtor

In Mesni Louka findet sich gleich an der ersten Kreuzung ein Hotel Ressort mit gutem Restaurant. Hospúdka U Foŕta. Wir haben natürlich nicht vorbestellt, aber die Kellner finden für uns noch ein Plätzchen.

Und hier gibt es – überbackenen Käse. Ja, es gibt auch diverse andere Leckereien. Aber der Käse ist diesmal wirklich eine echte kulinarische Wohltat – Ziegenkäse vom Grill mit Cherrytomaten und Honigsenf-Dressing, das Ganze gekonnt auf dem Teller drapiert. Das Auge ist mit! Dazu noch ein Desert und das Ziel, irgendwelchen Weihnachtsspeck zu eliminieren, ist wieder dahin. O.k., die Tageskalorien haben wir uns bestimmt abgelaufen.

Sooo läßt sich’s leben 🙂

Nach dieser Schlemmerei setzen wir unsere Wanderung, nun schon wieder im Dunkeln, in Richtung Mezna fort. Der direkte Weg ist die Straße, bleibt leider nichts anderes übrig. Aber außerhalb des Ortes können wir auf der Wiese nebenan gehen, das ist doch angenehmer für die Füße und Gelenke, als harter Asphalt.

Blick zum Ruzovsky Vrch - Böhmische Schweiz
Blick zum Ruzovsky Vrch (Rosenberg)

Weitere interessante Touren in der Region

  • von Mezná aus nach Růžová (Rosendorf), weiter am Rúźovsky Vrch (Rosenberg, 619 m) vorbei – wer den Gipfelsturm wagen möchte, es geht über steile Anstiege hinauf – über Kamenická Stran zurück nach Mezni Louka.
  • von Mezni Louka aus auf dem roten Weg östlich zum „Kleinen Prebisch-Tor“ (Mala pravćická brána) weiter zum Saunśtejn/ Loupeźnický Hradek und dort auf den gelben Weg zurück in Richtung Westen abbiegen nach Mezni Louka. Alternativ und um einiges weiter, nicht den gelben Weg, sondern den Fahrweg nach Vysoká Lipa nehmen und von dort auf dem blauen Weg in Richtung Nordwesten nach Mezni Louka.
  • Besonders schön ist eine weitere Tour bei den Dittersbacher Wänden. Zu Fuß könnte die Anreise im Winter jedoch etwas weit sein. Es kann dagegen gut funktionieren, wenigstens eine Strecke von Mezni Louka mit dem Bus bis Jetŕichovice (Dittersbach) zu fahren. Dort beginnt die Tour auf dem roten Weg nach nord(ost) vorbei am Falkenstein, Krkavi Skála, Mariina Skála, Vileminina vyhlidka (Willhelminen-Wand), Rudolfuv Kámen (Rudolfstein). Die Runde schließt sich über den grünen Weg zurück nach Jetŕichovice, im Sommer bei langen Tagen ist es möglich, den roten Weg weiter westwärts am kleinen Prebisch-Tor vorbei nach Mezni Louka zurück zu nehmen.

Es ist wichtig, im Herbst und Winter die kurze Tageslänge nicht zu unterschätzen! Auch wenn Du eigentlich längere Wandertouren gewohnt bist, am Nachmittag holt Dich die Dunkelheit schnell ein und zwischen den Steinen kann es sehr dunkel werden. Schon deshalb ist es sehr empfehlenswert, eine gute ausdauernde Taschenlampe mitzunehmen. Falls Du Dich doch verschätzt mit der Tourlänge und dem Zeitbedarf, bist Du damit auf der sicheren Seite. Denn, sowohl in der sächsischen als auch der böhmischen Schweiz sind die offiziellen Wanderwege gut markiert und ausgeschildert. Mit einer starken Lampe findest Du die Markierungen leicht.

Anreise in die Böhmische Schweiz:

Mit der Bahn* oder dem Fernbus* bis Dresden Hbf., ab da mit der S-Bahn* bis Schöna. Im Winter letzter Zug 16:29 Uhr, letzte Fähre ab Schöna-Reinhardtsdorf 17:30 Uhr!

Fähre über die Elbe – von Schöna (Bhf.) nach Hŕensko fährt im Winter nur bis 17:30! Das ist eine reine Personenfähre, keine PKW. Es gilt das Elbe-Labe – Ticket, keine Verbund-Tickets. Bezahlung an Bord. Fahrräder sind möglich. Eventuell etwas länger abends unterwegs ist die Fähre in Schmilka (S-Bahn-Station Schmilka- Hirschmühle). Vom Schmilka aus sind es ca. 1,5km die Straße entlang bis Hŕensko in Tschechien.

Von Hrensko nach Janov, Mezná und Mezni Louka (und weiter) fahren Linienbusse.

Mit dem Auto bis A17 Abfahrt Pirna, dann Richtung Bad Schandau, von dort südlich nach Hŕensko. Nach Mezni Louka und Mezná links die Straße durch den Ort. Tankstelle gibt’s in Hŕensko. Die einzigen Straßenübergänge über die Elbe sind in Pirna und Bad Schandau (Brücken). Autofähren gibt es im Elbsandsteingebirge nicht.

Mezni Louka
Mezná

Unterkünfte in der Böhmischen Schweiz:

Hŕensko:

Das Hotel Praha* liegt direkt in Hŕensko. Es ist ein altes Hotel aus dem Jahre 1910. Ein Restaurant bietet tschechische Küche. Einige Zimmer sind für Gäste mit Behinderungen geeignet. Parkplätze stehen kostenfrei zur Verfügung.

Eine Ferienwohnung* verbirgt sich hinter dem Titel Chalupa 47. Diese befindet sich in einem alten Holzhaus mit Bruchstein-Sockel. Die Wohnung verfügt über Wohnzimmer und 2 Schlafzimmer mit insgesamt 5 Betten. Das Sofa in der Wohnstube kann für weitere 2 Personen genutzt werden. Eine Küche und ein Badezimmer mit Waschmaschine ist vorhanden. Im Apartment gibt es eine Sauna. Die Schlafplätze befinden sich unter dem Schrägdach und sind über eine Holztreppe zugänglich. Das Bad ist gefliest, ansonsten sind die meisten Räume mit Holzpanelen verkleidet.

Die Pension Pŕivoz* wartet mit zwei Suiten mit Flußblick auf die Elbfähre und einem Dreibett- Zimmer mit Terrasse auf. Ein weiteres Zimmer mit französischem Bett ist einfacher gehalten. Die Suiten verfügen über je 2 Schlafzimmer mit 2 Doppelbetten und sind für jeweils 4 Erwachsene und ein Kind geeignet. Die Unterkunft ist haustier-freundlich. Gepäck kann bei der Abreise sicher aufbewahrt werden. Fahrräder können eingeschlossen werden.

Mezni Louka

Bereits erwähnt wurde ja scon das Resort Hotel U Foŕta* in Mezni Louka. Ein toller Ort nicht nur zum Essen gehen. Es gibt ansonsten Unterkunft in verschiedenen Kategorien von Suite über Apartments, einfachen Zimmern, Bungalows bis hin zum Zeltplatz. Das Haus offeriert darüber hinaus Wellness-Angebote. Die Lage ist perfekt, da von dort aus verschiedene Wanderungen gestartet werden können. Der Linien – Bus hält quasi vor der Tür.

Mehr oder weniger gegenüber befindet sich das traditionsreiche Hotel Mezni Louka*. Das Gebäude ist adlig! Ein alter Herrensitz aus dem Jahre 1893, wurde von Prinz Edmund von Clary- Aldringen erbaut. Im Sommer gibt es nicht nur Restaurantbetrieb mit Grill, sondern auch einen Biergarten. Alle Zimmer verfügen über ein Bad.

Mezná

In Trixi’s Guesthaus* am Waldrand in Mezná fühlen sich die Besucher im Garten oder auf dem Balkon mit Bergblick wohl. In den 4 Schlafzimmern finden bis zu 10 Personen Platz. Eine Küche und ein Grill stehen zur Verfügung. Frühstück, Kaffee und Brötchen-Versorgung kann über die Vermieterin organisiert werden.

In der Ferienwohnung Apartment Renata* finden bis zu 6 Personen Platz. 2 Zimmer verteilt auf zwei Etagen ein Eßbereich, eine Selbstversorgerküche stehen zur Verfügung. Parkplätze sind kostenlos rund 50m entfernt. Bei Besorgungen hilft die Vermieterin. Hunde sind erlaubt.

Die bereits erwähnte Penzion u Marešů* kann in 6 Zimmern bis zu 20 Personen aufnehmen. Frühstück ist inklusive, wie oben bereits geschildert, sehr fleischlastig. Die Wirtin ändert das aber gern nach Deinen Wünschen. In der Saison gibt es erweiterte Gastronomie im Erdgeschoß und auf einer sonnigen Terasse, von der aus Du bei gutem Wetter schon mal das Prebisch-Tor sehen kannst. Haustiere sind erlaubt. Parkplätze sind in einem angrenzenden Garten frei verfügbar.

Janov

In Janov ca. 3km oberhalb von Hŕensko lädt das Hotel U Zeleného Stromu (Zum grünen Baum)* Gäste ein. Vom Einzelzimmer bis zum Saal ist alles mietbar. Es gehören mehrere Häuser zum Hotelkomplex, so auch ein altes Umgebindehaus. Einige der Zimmer sind holzverkleidet. Alle liebevoll eingerichtet und sauber. Ein Restaurant mit Kamin befindet sich wie die Rezeption im Haupthaus. Haustiere sind erlaubt.

Růžová

In Růžová (Rosendorf) freut sich die Pension Růžák* über Gäste. Vier Doppelzimmer stehen zur Verfügung, drei davon sind mit Zusatzbetten auf Drei-Mensch-Zimmer zu erweitern. Besonders gelobt wird das abwechlungsreiche Frühstück. Gemeinschaftküche, Grill und ein Garten können genutzt werden. Die Betreiber stellen selbst Kräuterseifen her – wer daran Interesse hat, kann dabei zuschauen oder selbst mit Hand anlegen.

Wellness:

Das Resort U Foŕta in Mezni Louka bietet auch ein wellness-Programm, entweder als einzelne Massage gebucht oder gleich als umfangreiches wellness – Komplett- Paket.

Ansonsten lädt auf deutscher Seite in ca. 15km Entfernung die Toskana Therme Bad Schandau zum Baden und Relaxen ein.

Geld

In der tschechischen Republik gilt nach wie vor die czechische Krone (Kcs) als Landeswährung. Aber kein Problem. In der Grenzregion werden eigentlich überall Euro’s angenommen. Außerdem kannst Du immer öfter mit Kreditkarte bezahlen. 1€ entspricht etwa 25,5 Kćs.

Wanderkarten, Wanderführer, Literatur

Wie üblich gibt es für touristisch gut erschlossene Gebiete eine Vielzahl an Karten und Führern. Das ist für die Sächsische und Böhmische Schweiz nicht anders, zumal es sich um eine der ältesten Tourismusdestinationen überhaupt handelt. Die Entdeckung des Gebiets für Touristen begann bereits am Ende des 19. Jahrhunderts.

Quasi vor Ort entstehen die Wanderkarten aus dem Rolf Böhm Verlag*, nämlich in Bad Schandau. Markant sind dabei die Titelcover, da diese ein review auf die alten Karten des 20. Jahrhunderts darstellen. Nichts desto trotz sind die Inhalte der Karten auf dem aktuellen Stand, für die Karte Böhmische Schweiz wurden die letzten Aktualisierungen 2017 vorgenommen. Die Karte ist im Maßstab 1:40.000, das bedeutet, ein Kilometer der Landschaft in natura findet auf 2,5cm Platz. Damit ist eine hohe Detaildichte garantiert. Für einen optischen Eindruck der teils steil ansteigenden Höhen sorgen nicht nur die Höhenlinien (die im Elbsandsteingebirge manchmal millimeterdicht beisammenliegen können), sondern auch eine Schummerung.

Noch detaildichter ist die Wanderkarte Elbsandsteingebirge* mit dem Maßstab 1:25.000, die der bewährte KOSMOS- Verlag herausbringt. Hier sind Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz in einer Karte vereint, was zusammen mit dem kleinen Maßstab ziemlich viel Info auf einmal ist. Ausgefaltet nimmt die Karte dann schon einige Fläche ein. Dazu gehört ein kleiner „Aktiv-Guide“ und eine kostenlose App. Hinweise für Radfahrer und Reiter sind ebenfalls enthalten.

Wer sich ausführlicher informieren möchte und das gern in Buchform tut, kann dazu den „Reiseführer „Sächsische Schweiz* aus der Serie „Reise Know-How“ nutzen. Diesen gibt es als Taschenbuch und als .pdf-eBook. Anders als der Titel einschränkt, sind auch Tips zur Böhmischen Schweiz enthalten. Fast ein viertel des Buchs ist darüber hinaus der naheliegenden sächsischen Hauptstadt Dresden gewidmet. Die 372 Seiten wiegen gebündelt 408g.

Da bereits bei den Unterkünften einige Hinweise zur „Haustier – Freundlichkeit“ enthalten waren und Hunde für viele Pensionsbetreiber kein Problem darstellen, hier noch ein passender Führer für Hundebesitzer: Wandern mit Hund – Elbsandsteingebirge* aus dem Bergverlag Rother. Nicht alle Wege sind unbedingt Hundegeeignet. Außerdem herrscht in den weiten Gebieten der Nationalparke Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz strikter Leinenzwang. Doch die Autorin Franziska Rössner bringt umfangreichen Erfahrungen mit ihren drei Berner Sennenhunden in den Führer ein und stellt nicht nur Routen vor, sondern berät auch zur Vorbereitung, Training und Ausrüstung, Gefahrensituationen und Notfällen bei der Wanderung mit Hunden. Erhältlich als Taschenbuch.

Erwähnt wurde ja bereits im Text der „Internationale Fernwanderweg der Freundschaft Eisenach – Budapest„, der 1983 von Wanderverbänden der DDR, Polen, der Tschechoslovakei und Ungarns geschaffen wurde. Ein Teil des Wegs führt wie erwähnt durch die Böhmische (und Sächsische) Schweiz. Damit sind diese Strecken im Band „Eisenach – Budapest. Der Weg im Erz- und Elbsandsteingebirge“* enthalten. Vielleicht für den einen oder anderen Fernwanderer eine Anregung, die Gesamtstrecke in Angriff zu nehmen…

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