Der Schildberg – Ausflugsziel oder Etappe für ein Wanderwochenende

Der Schildberg – Ausflugsziel oder Etappe für ein Wanderwochenende

Wer in der näheren Umgebung von Leipzig Berge sucht, wird wenig finden. Der Kirchberg von Beucha ist mit 20 m über dem Umland schon wahrnehmbar. Weiter östlich über der Mulde begrenzen die Hohburger Berge die „Leipziger Tieflandsbucht“. Und, quasi als Fortsetzung dieses Bergzugs in Richtung Dahlener Heide ragt der Schildberg bei Schildau mit 217 m über Normal Null schon ein Stück weiter aus der Landschaft. Mit seinem umgebenden Waldgebiet ist er ein Ausflugsziel nicht weit von Leipzig und für Wanderer ein Bindeglied zwischen Hohburger Bergen und der Dahlener Heide, die er nach Westen hin abschließt.

Wandern in der Umgebung von Leipzig – über den Schildberg

Berge? Bei Leipzig? Da werden viele wohl zu schmunzeln anfangen, wenn sie an ihre Tatra – Wanderungen in der Slowakei oder die letzte Trekking – Reise nach Nepal denken. Dagegen ist die Umgebung von Leipzig flach wie ein Stück Pizza! Doch es müssen ja nicht immer gleich 3000er sein…
Für einen abwechslungsreichen Ausflug am Wochenende, eine längere Wanderung im Nahbereich oder eine kurze Reise zwischendurch reicht ja wohl auch mal eine kleinere Erhebung. Wie eben der Schildberg. Immerhin mit 217 m! über NN. Und einem abwechslungsreichen Wald rundherum, Wiesen, kleine Bäche und alte Steinbrüche, die einen Hauch von Gebirgsfeeling aufkommen lassen. Das alles charakterisiert den Schildberg – Wald bei Schildau, mit dem Schildberg und seinem Turm eine Landschaftsmarke am westlichen Rand der Dahlener Heide.

Sternwanderung zum Schildberg am „Tag des Wanderns“

Die geplante Sternwanderung zum Schildberg am 14.Mai 2022 wurde abgesagt. Grund ist die ausgeprägte Trockenheit in Nordsachsen und die hohe Waldbrandgefahr. Es gelten die höchsten Waldbrandwarnstufen – ein Betreten der Wälder ist derzeit nicht gestattet. Die letzten nicht sonderlich ergiebigen Regenfälle in der Region gab es vor Ostern in der ersten Aprilhälfte. Wenn die Voraussetzungen dann wieder gegeben sind, soll die Sternwanderung zum Schildberg im September 2022 nachgeholt werden.

Alle weiteren Infos zur Schildberg – Wanderung am Tag des Wanderns findest Du auf der web-site des Allgemeinen Leipziger Wandervereins e.V.

Im Schildbergwald bei Schildau: am Unteren Hasenteich im Winter
Am Unteren Hasenteich

Ein alter Geselle – der Schildberg bei Schildau

Immerhin ist der Schildberg schon einige Millionen Jahre alt. Bis zu 270 Millionen, um genau zu sein. Denn wie die benachbarten Hohburger Berge entstand der Schildberg im Rotliegenden durch vulkanische Ausbrüche vor 270 bis 240 Mio Jahren. Von daher stammt auch das Gestein, welches den Kern des Schildbergs bildet – Quartzporphyr. Dieses widerstand sogar den Eiszeiten, die vor etwa 2,6 Mio. Jahren begannen und die Landschaft überformten. Naja, vermutlich wurde auch der Schildberg vom Eis der Gletscher ziemlich runtergeschliffen, was eine Erklärung für seine flache, langgestreckte Form sein könnte.
Diese Form liefert manchen eine der Deutungen seines Namens: Schildberg, der Berg mit dem Aussehen eines (flach liegenden) Schildes. Von weitem betrachtet, könnte man dieser Namensgebung sogar etwas abgewinnen. Denn von vielen weiter entfernten Beobachtungspunkten, ob nun von Norden an der Bahnlinie Leipzig – Cottbus, von Osten aus der Dahlener Heide oder von Westen mit den Hohburger Bergen liegt der Schildberg tatsächlich wie ein langgezogener Schild mit einem Schildbuckel in der Mitte in der Landschaft. Die Spitze des Schildbergturms, die die Bewaldung um einige Meter überragt, ist dann noch der zierende Knopf obendrauf.

Der Schildberg bei Schildau im Abendlicht - ein liegender Schild?
Der Schildberg – ein „liegender Schild„?

Viele Kartographen machen es sich in ihren Karten einfacher. Sie benennen den Berg bei Schildau kurzerhand mit „Schildauer Berg“ und ignorieren die lokal übliche Bezeichnung Schildberg. Damit ist eine weitere Möglichkeit zur Herkunft des Namens umschrieben – Berg bei Schildau – der „Schildauer Berg“ oder kurz und bündig „Schildberg“. Die Einheimischen würden dieser Logik locker folgen, denn für die Schildbürger gehört der Schildberg zur Stadt.

Der Schildberg – Wald

Umgeben ist der Schildberg von größeren Waldgebieten. Und nach Osten hin gibt es direkten Anschluß an die Dahlener Heide, also noch mehr Wald! Das macht die Region interessant, z.B. für Ausflugsgäste aus Leipzig oder Halle und natürlich die Bewohner im Umkreis.
Während zu DDR – Zeiten Kiefernforste am Schildberg vorherrschend waren, die großen Teilen des Waldes eine ziemliche Monotonie antrugen, wandelt sich das Bild langsam, aber stetig. Der Waldumbau trägt erste Früchte, so daß der Laubwald – Anteil vor allem mit Eichen und Buchen zunimmt. Außerdem haben die Stürme Herbart und Friederike im Winter 2017/18 heftig zugeschlagen, so daß viele der alten Kiefern abgebrochen oder ganz umgestürzt sind. Schneebruch am Gipfel des Schildbergs einige Jahre zuvor kommt noch dazu. So sieht der Schildbergwald an manchen Stellen im Moment ganz schön gerupft aus. Auch drei Dürrejahre und die Borkenkäfer sorgen dafür, daß viele tote Bäume im Wald stehen und manche Schläge sich gerade deutlich lichten. Doch alles hat auch sein Gutes. Buntspechte waren im Schildbergwald immer zahlreich, aber seitdem der Wald von Käfern geplagt und alte Bäume trocken zurückbleiben, sieht man als aufmerksamer Waldspaziergänger immer häufiger Schwarzspechte im Schildbergwald.
Spannend sind auch die Reviere um die beiden Hasenteiche, die im zeitigen Frühjahr schon von Kröten zum Laichen aufgesucht werden. Ursprünglich sind die Teiche wohl mal vor Jahrhunderten angelegt worden, um mehr Wasserrückhaltung für eine der Wassermühlen in Schildau zu erreichen. In den achtziger Jahren wurden die Teiche vom Forstbetrieb nochmal ausgebaggert und entschlammt, um einen größeren Nässespeicher und ggf. für Waldbrände schnell zugängliche Reserven an Löschwasser im Schildbergwald zu haben.

Während der Dürrejahre von 2018 bis 2020 waren beide Hasenteiche mehr oder weniger ausgetrocknet. Doch das Jahr 2021 hat wenigstens ausreichende Niederschläge gebracht, damit sich die Teiche wieder füllen konnten und auch der Seggengraben, der aus den Teichen in Richtung Schildau fließt, wieder Wasser führt. Die Talsenke zwischen den Teichen und bis zum Waldrand ist ein kleiner Bruchwald mit Erlen und Eichen. Hinter dem Unteren Hasenteich stehen mehrere „Biotop – Bäume“, alte knorrige Eichen, teils schon abgestorben, die zahlreiche Höhlen für Spechte und Fledermäuse aufweisen sowie im vermodernden Mulch im Inneren Lebensraum für seltene geschützte Insekten wie Heldbock und Eremit.
Eine weitere Besonderheit gibt es im Schildbergwald – ein freilebendes Volk der Honigbiene. Imker meinen oft, daß es so etwas überhaupt nicht mehr gibt, weil die Varoa – Milben ohne die Eingriffe der Imker alle Bienenvölker vernichten. Dieses in der Höhlung einer alten Eiche hält sich nun schon ein paar Jahre….
Seit ein paar Jahren ist auch der Schildbergwald Wolfsrevier. Wobei die Fläche für ein Wolfsrudel zu klein ist – das Rudel lebt eher in der Dahlener Heide und streift eben auch durch den Wald am Schildberg. Das ist für Wölfe ein kurzer Spaziergang, den die Tiere legen bis zu 70 km am Tag zurück.
Der Schildbergwald gehört zum Landschaftsschutzgebiet (LSG) Dahlener Heide und ist damit nach Naturschutzrecht geschützt. Allerdings ist der Schutzstatus LSG sehr niedrig.

Den Schildberg erleben – Wanderungen und Erkundungen im Schildbergwald

Wer sich den Schildberg richtig erarbeiten und einen erlebnisreichen Tag damit verbinden möchte, sollte dazu eine Wanderung machen. Es ist zwar erlaubt, auch mit dem Auto in den Wald zu fahren (bis unterhalb des Schildberg, der Berg selbst ist für Motorfahrzeuge gesperrt), aber wirklich schön ist das nicht. Erstens stören die Autos immer das Walderlebnis und die Naturbeobachtung und zweitens bleibt einem der selbsterarbeitete Gipfelsturm viel eher im Gedächtnis, wenn man sich dafür ein wenig anstrengen mußte. Und so schlimm ist es nun wirklich nicht – selbst mit Kleinkind und Kinderwagen kann man zum Schildberg laufen. Die Schildauer Grundschüler machen das alle mal als Wandertag.
Empfohlen sei der Weg über die Schildauer Friedensstraße am Friedhof vorbei (mit Zwischenstation Eiscafé!).

Die von Linden gesäumte Friedensstraße gabelt sich am Ortsausgang in Thammenhainer Weg (nach links bzw. südlich) und Schildauer Triftweg (rechts bzw. nördlich). Die Wahl würde ich vom Verkehrsmittel abhängig machen – mit Rad würde ich links weiterfahren, zu Fuß rechts. Denn der Thammenhainer Weg, also links, steigt langsam aber stetig, das geht mit dem Rad gut, ist zu Fuß aber langweilig. Also eine Frage der Dramaturgie! Wer zu Fuß rechts auf den Schildauer Triftweg wechselt, kommt noch an ein paar Häusern vorbei. Dann öffnet sich der Blick auf eine weite Wiese, die vom Seggengraben durchschnitten wird. Der Weg ist von alten Bäumen gesäumt und großenteils mit weichem Gras bewachsen, läuft sich also gut. Im Wald kommen nach einigen hundert Metern die beiden Hasenteiche rechterhand. Auf einer Bank läßt sich dort eine Pause einlegen und die Stille genießen.
Wenn am Ende des Triftwegs ein breiter Fahrweg quert, kann man links bergauf laufen (mit Kinderwagen empfohlen!). Doch besser geht es noch ein Stück nach rechts und dann auf einen alten Forstweg links. Denn dort erreicht man den Fuß der Rodelbahn am Schildberg, und die bedeutet mal so ein Stück Kraxelei.. für alle, die sich wenigstens etwas „Bergwandern“ wünschen. Ja, dieser Anstieg wird von den Einheimischen Rodelbahn genannt, denn früher, als es noch Schnee gab, konnte man am Schildberg auch schön rodeln….

Der "Schildauer Triftweg" zum Schildberg im Winter
Eine Woche Schnee – im Winter 2021 Schildauer Triftweg zum Schildberg
Rodelbahn am Schildberg bei Schildau
Die „Rodelbahn“ – der steilste Aufstieg zum Schildberg – Plateau

Weitere Wege zum Schildberg

Ebenfalls von Schildau aus, aber etwas weiter geht es über den Kohlweg zum „Bierweg“. Das Bier mußt Du allerdings selbst mitbringen, z.B. vom Netto, den Du als letztes Haus am Stadtrand von Schildau passierst. Dann läufst Du einige hundert Meter die Kobershainer Straße entlang, was nicht so schön ist, aber mal einen offenen Rundblick erlaubt. Linkerhand kommt die Einmündung zum Kohlweg, der Dich in den Schildbergwald führt. Am Waldrand steht auch noch eine Schutzhütte, falls Du von Regen überrascht wirst oder ein Pause für’s Picknick brauchst.

Im Schildbergwald bei Schildau: Wanderwege - Karte
Keine Angst vor’m Verirren! Wanderwege – Karte und Wegweiser überall

Aus dem südlichen „Schwanz“ von Schildau, dem Ortsteil Schilderhain heraus gibt es ebenfalls einen Triftweg – den Schilderhainer Triftweg. Der Schilderhainer Triftweg beginnt in den S-Kurven der Straße S23 nach Wurzen (links ein einzelnes Haus, rechts daneben gehts los…). Der Name Triftweg kommt übrigens vom Austrieb des Viehs auf die Weiden. Diesen kannst Du auch als eine Variante für den Rückweg benutzen.

Wer z.B. von Wurzen mit dem Auto kommt und erstmal nicht nach Schildau fahren will, kann auch gleich im Ortsteil Altenhain an der S23 im Wald parken und loslaufen. Das ist der Weg gegenüber der Einmündung zur Forstbaumschule Schildau (S-Weg). Dort war mal eine Buswendeschleife, die sich zum Parken eignet. Die kleine Wanderung zum Schildberg kann man noch etwas variieren, indem man einige Schleifen im Waldgebiet südwestlich des direkten (S-)Weges einbaut.

Wer in Kobershain im Schloß Quartier nimmt, kann auch von dort aus auf den Schildberg wandern. Da gehts an der Kobershainer Mühle vorbei und dann in südöstlicher Richtung weiter. Der Anstieg zum Schildberg führt über einen kleinen Weg, der schon kurz nach dem Waldanfang nach links vom Hauptweg abzweigt.

Allzu viel schiefgehen kann im Schildbergwald eigentlich nicht. Also, verlaufen und tagelang verirrt, hat sich hier seit Jahrhunderten niemand. Denn alle wichtigen Wege sind mehr oder weniger gut ausgeschildert und an ein paar Stellen stehen auch nochmal Übersichtskarten.

Das Schildberg – Plateau

Auf dem Schildberg gibt es eine relativ große recht ebene Fläche – sozusagen den schon erwähnten „Schildbuckel“. Diese ist teilweise Baumbestanden, aber auch mit einigen Wiesenflächen. Von den vielen von diversen ABM- und anderen Maßnahmen geschaffenen Schutzhütten stehen noch zwei, so daß Du auf dem Schildberg bei plötzlichem schlechten Wetter auf jeden Fall einen Unterschlupf findest. Die Versuche, einem Imbiß für die Sommersaison auf dem Turmplateau zu etablieren, sind schon vor Jahren gescheitert. So zahlreich, daß sich das lohnt, sind die Wanderer zum Schildberg dann doch nicht.

Im Schildbergwald bei Schildau: Der Schildberg - Turm
Der Schildbergturm

Wichtigstes Wahrzeichen und Attraktion auf dem Schildberg ist der steinerne Schildbergturm. Dieser wurde 1936 erbaut, mit Steinen aus Quartzporphyr, die aus dem Steinbruch direkt unterhalb des Berges gewonnen wurden. Die Turmhöhe beträgt 25m, der Durchmesser etwa 5m. Ohne den Schildbergturm gibt es vom Schildberg – Plateau aus kaum einen Ausblick, vor allem nicht von Frühjahr bis Herbst, wenn auch die Laubbäume alle dichte Blätter tragen. Denn der Berggipfel ist rundherum bewaldet.
Vom Schildbergturm aus hast Du einen guten Rundblick über Schildau, die Dahlener Heide, hinüber zum Collm bei Oschatz, zu den Hohburger Bergen im Südwesten. Wenn das Wetter gut ist und die Sicht klar, kannst Du etwa in dieser Richtung auch den „Weißheitszahn“ und das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig sehen. Das sind rund 50km Entfernung. Nördlich liegen am Horizont die Wälder der Dübener Heide. Dort ist der Funkturm bei Roitzsch eine gut erkennbare Landmarke.
Der Schildbergturm ist in der Regel geöffnet in der Sommersaison (ca. von Ostern bis September) am Wochenende (Samstag und Sonntag) und an Feiertagen. Bei hoher Waldbrandgefahr bleibt der Turm geschlossen. Größere Gruppen können ggf. im Fremdenverkehrsamt der Stadt Schildau anfragen, ob eine Sonderöffnung zu einem bestimmten Termin möglich gemacht wird. Das Betreten des Schildberg – Turms geschieht auf eigene Gefahr, bei Gewitter solltest Du den Turm verlassen.

Der Zugang zum Schildbergturm erfolgt erst einmal auf ca. 5m über eine steinerne Außentreppe. Dann kommt im Inneren des Turms eine hölzerne Wendeltreppe über mehrere Absätze. Der letzte Abschnitt ist eine steile Stiege bis auf die Aussichtsplattform, die um eine erhöhte steinerne Turmstube führt. Die Turmstube ganz oben ist nicht öffentlich zugänglich.

Bis in die 90er Jahre diente diese zur Feuerwache bei Waldbrandgefahr. D.h. wenn höhere Waldbrandwarnstufen für die Dahlener Heide galten, saß ein Forstmitarbeiter den ganzen Tag auf dem Turm und suchte nach eventueller Rauchentwicklung. Von unten kann man noch eine runde Gradeinteilung an der Decke der Turmstube sehen. Stieg irgendwo Rauch auf, wurde über die Windrose gepeilt eine Gradzahl abgelesen. Diese wurde an ein zentrales Büro gemeldet. Durch Kreuzpeilungen mit anderen Türmen konnte der Brandort genau bestimmt werden.

Blick vom Schildberg - Turm auf Schildau
Blick nach Schildau vom Schildberg – Turm

Steinbrüche im Schildberg – Wald

Napoleonstein und Heßlers Schlucht

Wenn Du den Schildberg über den Südhang in Richtung „Heßlers Schlucht“ verläßt, kommt nach etwa einem Drittel des Wegs ein Abzweig nach rechts. Dort geht ein Pfad oberhalb der „Schlucht“ zum Südwesthang, wo Du den Napoleonstein findest. Das ist ein Felsblock aus Quartzporphyr, auf einer Seite mit einer kleinen Grotte. Wenn man so will, die Miniaturausgabe einer „Boofe“ für vielleicht zwei liegende Personen 😉 . Am Napoleonstein soll der Legende nach Napoleon auf seinem Rückzug am Vorabend der Völkerschlacht bei Leipzig gelagert haben.

Im Schildbergwald bei Schildau: Der Napoleonstein am Südwest- Hang des Schildbergs
Der Napoleonstein

Am Südhang des Schildbergs befindet sich, wie eben schon erwähnt, „Heßlers Schlucht„. Das ist einer der ehemaligen Steinbrüche im Schildberg – Wald. Die „Heßlers Schlucht“ wird von den Einheimischen auch als „trockener Steinbruch“ bezeichnet, weil dieser mehr oder weniger ebenerdig mit der Umgebung liegt. Stein wurde so zu ebener Erde aus dem Schildberg gebrochen, ohne Material aus einer Grube heraus befördern zu müssen.

Demzufolge konnte sich auch kaum Wasser im Bruch stauen. Heute ist der Steinbruch ein kleines Naturrefugium. Die Bruchwand zeigt nach Süden und sammelt im Sommer viel Wärme, obwohl mittlerweile vor allem Robinien aufgewachsen sind und die Wand beschatten. Die ehemals große Steinbruchwiese wurde teilweise angegraben, so daß inzwischen rund 2/3 der Fläche eher flache Tümpel sind und damit Rückzugsgebiet für Amphibien. Wenn nicht gerade mal wieder Quadfahrer o.ä. ignorante Zeitgenossen illegal in den Steinbruch fahren, ist das ein sehr ruhiger Ort. Gleich daneben liegt versteckt und kaum zugänglich die kleinere Teufelsschlucht.

Im Schildbergwald bei Schildau: im "Trockenen" Steinbruch (Heßlers Schlucht)
Eisflächen im „Trockenen“ Steinbruch (Heßlers Schlucht)

Grenzsteine – Grenze zwischen Sachsen und Preußen

Grenzstein "Königreich Sachsen" unterhalb des Schildbergs am S-Weg
Grenzstein „Königreich Sachsen“ unterhalb des Schildbergs

Am Südhang des Schildbergs vorbei verläuft der sogenannte S-Weg, der, von Kobershain kommend, weiter in Richtung Ochsensaal führt. Dieser S-Weg hat auch historische Bedeutung – wiedermal im Zusammenhang mit Napoleon. Nach dem Wiener Kongreß 1815, der die Neuordnung Europas nach der Niederlage von Napoleon und seinen Verbündeten in der Völkerschlacht bei Leipzig regelte, mußte das Königreich Sachsen Teile seines Gebiets an Preußen abtreten. Die neue Grenzlinie verlief auf dem S-Weg und quer durch die Dahlener Heide. In den Wäldern südlich von Schildau findet man an mehreren Stellen noch die alten Grenzsteine mit der Gravur KP und KS für Königreich Preußen und Königreich Sachsen, die die im Wiener Kongreß festgelegte Grenze markieren. Diese Grenze wurde erst 1990 revidiert, als in der Endphase der DDR die Länder neu eingerichtet wurden. Bürgerbefragungen ergaben mehrheitlich, daß die nordsächsischen Gebiete wieder an Sachsen angegliedert werden sollten.

Der „Nasse“ – Wittes Steinbruch

Wer jetzt dem S- Weg in östlicher Richtung (Ochsensaal) folgt, findet nach knapp einem Kilometer einen weiteren Steinbruch – Wittes Steinbruch. Dieser auch als „Wassersteinbruch“ oder „abgesoffener Steinbruch“ bezeichnete ist eine Grube, die über eine schmale Zufahrt befahren wurde. Da die Steinbruchgrube unter dem umgebenden Niveau liegt, ist sie nach Aufgabe der Brucharbeiten („Auflassung„) mit Niederschlagswasser vollgelaufen. In den Achtziger Jahren ließ das Bergamt eine Reihe von Sprengungen in diesem Steinbruch vornehmen. Dabei war nicht die Zertrümmerung das Ziel, sondern mittels der erzeugten Schallwellen sollten die darunterliegenden Gesteinsschichten auf „höffige“ Gesteinsformationen untersucht werden. Also, ob weitere abbauwürdige Bodenschätze im Untergrund lagern. Für die Schaulustigen an den Absperrungen war dabei vor allem die hunderte Meter hohe Wasserfontäne spektakulär, die nach der Zündung in die Höhe schoß und vom Wind über den Wald getrieben wurde.

Wittes Steinbruch im Schildbergwald
Wittes Steinbruch

Wittes Steinbruch ist ebenso ein kleines Naturreservat als Wasserbiotop. Ich selbst konnte am Steinbruch schon Ringelnattern beobachten, die sich gern auf Steinvorsprüngen sonnen und im Steinbruch schwimmen und tauchen.
Von Wittes Steinbruch aus läßt sich die Wander – Runde schließen. Über eine Verbindung nordwärts erreichst Du eine Wegespinne. Dort mündet der Schilderhainer Triftweg (ganz nach rechts), quert die Thammenhainer Straße (auf der es rechts zurück nach Schildau geht, links Richtung Thammenhain) oder geradeaus zum Fahrweg auf den Schildberg (für Radfahrer empfohlen) bzw. nach einer Abfahrt weiter unten zum Schildauer Triftweg mit den Hasenteichen….

Wanderungen über den Schildberg – von den Hohburger Bergen in die Dahlener Heide

Wem so ein kleiner Spaziergang von vielleicht 3 – 4 Stunden von Schildau zum Schildberg und zurück zu wenig ist, kann in der Region auch eine große Wanderung über mehrere Tage planen. Der Schildberg ist dann nur eine Zwischenstation, ein Etappenziel mit der Möglichkeit, schon mal weit über die nächste Etappe vorauszuschauen. Verbindest Du mehrere der Landschaften um den Schildberg, so wird die Region zum Beispiel für Leipziger durchaus zu einem interessanten und schnell erreichbaren Wandergebiet. Wählst Du die „richtigen“ Wanderwege, bleibst Du sogar vielbefahrenen Straßen weitgehend fern und kannst entspannte Wandertouren genießen.
Meine Wanderempfehlung wäre über die Hohburger Berge und den Schildberg in die Dahlener Heide zu wandern. Da es keine spektakulären Anstiege gibt, ist so eine Wanderung auch für wenig geübte Wanderer leicht zu bewältigen. Die Länge der Etappen läßt sich gut an die eigene Kondition anpassen, da Ortschaften überall schnell zu erreichen sind.

Karte Hohburger Berge - Schildberg - Schildau - Dahlener Heide

Von Wurzen über die Hohburger Berge zum Schildberg

Die Wanderung in die Hohburger Berge kannst Du schon am S-Bahnhof Wurzen beginnen. Von dort geht es wandernd zuerst durch das Naturschutzgebiet am Spitzberg nördlich von Wurzen, dann nach Lüptitz. Unter der alten Bahnstrecke Wurzen – Eilenburg hindurch führt ein Rad-/ Wanderweg zum Kleinen Berg bei Hohburg. Außer in den Ortschaften führt die Wanderung ausschließlich über Autofreie Wege. Eine Alternative wäre es, mit dem Bus von Wurzen nach Hohburg zu fahren.
Von den Hohburger Bergen kannst Du Zwochau passieren und erreichst eine Art Kammweg als West – Ost – Achse, auf dem Du südlich an Kobershain vorbei den Schildberg erreichst. Kobershain kann mit seinem Schloßhotel aber auch gut Dein Nachtquartier sein. Die Wanderung von Hohburg zum Schildberg umfaßt 11,6km. Hier der link zu openrouteservice mit download – Möglichkeit für .gpx-tracks für diese Wander – Route.

Aus Schildau in die Dahlener Heide wandern

Vom Schildberg aus gibt es mehrere Möglichkeiten in Richtung Osten oder Südosten. Wanderst Du nach Schildau, kannst Du von dort aus in die Mittelheide nach Taura laufen und weiter durch die nördliche Dahlener Heide nach Belgern an der Elbe (Elberadweg). Mit der Elbfähre Belgern wäre es sogar möglich, die Elbe zu überqueren und dann im Ostelbischen, vielleicht nach Bad Liebenwerda in Brandenburg fortzusetzen.
Von Schildau aus führt ein Wander- und Radweg nach Sitzenroda sowie Wanderwege in südöstlicher Richtung nach Ochsensaal bzw. mitten in die Dahlener Heide an der Jägereiche. Die Dahlener Heide kannst Du mehr oder weniger durchqueren, bis Reudnitz, bis Strehla an der Elbe (Elberadweg) oder bis Dahlen, von wo aus Regionalbahnen nach Leipzig oder Dresden fahren.
Wenn Du nicht nach Schildau wandern möchtest, kannst Du ab Wittes Steinbruch auch dem S-Weg folgen, der Dich an einem bronzezeitlichen Hügelgräber – Feld vorbei letztlich nach Ochsensaal bringt. Von Ochsensaal aus kannst Du auch weiter nach Schmannewitz wandern und dort in die Dahlener Heide. Oder aber hinter den Hügelgräbern geradeaus auf den A – Weg wechseln, der eine Wanderung mitten in die Dahlener Heide am Sieben – Quellen – Tal bei Sitzenroda vorbei zur Jägereiche möglich macht. (Schildberg – Jägereiche etwa 12km, hier der link zur Wanderroute mit gpx – track download-Möglichkeit) Von der Jägereiche aus sind weitere Wanderungen quasi in alle Richtungen der Dahlener Heide möglich.

Hügelgräber bei Schildau Dahlener Heide
Hügelgrab im Gräberfeld bei Schildau

Mit Kindern am Schildberg

Eine Wanderung im Schildbergwald ist gerade für Kinder auch eine spannende und gut zu bewältigende Angelegenheit. Vor allem mit der richtigen „Dramaturgie“ 😉 Der Wechsel von Wiese zum Wald, von Laubwald zu Nadelwald, die Rufe von Vögeln, das Hämmern von Spechten, das Rauschen des Windes in den Kiefernkronen, die Hasenteiche mit ihrem kleinen Bach, die Herausforderungen des Anstiegs zum Bergplateau und der Schildbergturm als Aussicht, im Herbst zahlreiche Pilze…. all das bietet jede Menge Abwechslung, so daß sich Kinder gut motivieren lassen, im Schildbergwald auf Entdeckungsreise zu gehen. Das lohnt sich sogar mehrmals, wenn man die Routen variiert, nicht alle Attraktionen (z.B. Steinbrüche oder Napoleonstein) auf einmal „abhakt“ und so zwischen „Wiederentdeckung“ von Bekanntem und überraschenden Neuigkeiten die Kinder Stück für Stück in das „Expeditionsgebiet eintauchen“ läßt.

In Schildau sind die Schildbürger mit ihren närrischen Streichen präsent und vermitteln Kindern eine kleine Episode aus der Literaturgeschichte. Ein Schildbürger – Buch für Kinder* im Gepäck, z. B. die bunt bebilderte Ausgabe von Erich Kästner, kann als abendliche Bettlektüre oder für die Ruhepause zwischendurch zur Unterhaltung dienen.
Und wer gleich ein Wochenende oder mehrere Ferientage in Schildau und am Schildberg verbringen will, findet nachfolgend noch ein paar Tips.

Im Schildbergwald bei Schildau: Der Obere Hasenteich mit Eisschicht
Der Obere Hasenteich mit Eisschicht

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Reiten am Schildberg

Reitwege - Markierung an einem Baum nahe Schildau
Reitwege – Markierung

Am Schildberg und im Schildbergwald gibt es verschiedene Reitwege, die mit dem Reitwegesystem der Dahlener Heide in Verbindung stehen. Du kannst also auch hoch zu Roß den Schildberg erkunden. Reiterhöfe sind z.B. in Sitzenroda (Reiterhof Scharf, bieten auch Kremserfahrten an; Zum Quellental 42 Sitzenroda, Leider keine web-site, Tel. 034221 5 03 23) und Taura (Reiterhof Heideland). Schildau ist darüber hinaus ein Zentrum des Pferdefahrsports mit einer Pferde – Fahrsportanlage, die Pferdesportarena.

Ein ganzes Wochenende in Schildau?

Ja, auch ein, zwei Tage länger findest Du noch weitere Attraktionen vor Ort. Schon allein die Wanderung zum Schildberg kann einen ganzen Tag gut ausfüllen. Vor allem, wenn Du die Ruhe an manchen Orten wie den Hasenteichen oder am Napoleonstein genießt und länger sitzen bleibst.
Eine weitere Wanderung wäre südlich von Schildau möglich, auch wenn dort nicht ganz so viele tolle Attraktionen am Wegesrand liegen. Aber mit den Hügelgräbern aus der Bronzezeit, einem Besuch in Ochsensaal, vielleicht sogar mit einem Bad im Dammühlenteich und einem weiteren „Grenzübertritt“ mit Grenzstein zwischen den Königreichen Sachsen und Preußen läßt sich so ein Wandertag gut gestalten.

Schildau Stadt der Schildbürger - Die Schildbürger bringen Bauholz ins Tal
Die Schildbürger bringen Bauholz zu Tal

Außerdem findest Du in Schildau selbst einige Sehenswürdigkeiten. Das sind vor allem die Schildbürger mit ihren Streichen. Das Schildbürgermuseum hat (meist) auch am Wochenende geöffnet. Der Schildbürger – Brunnen mit zahlreichen „versteckten“ Schildbürgerstreichen ist sowieso Tag und Nacht zugänglich. Ein kleiner „Schildbürger – Rundweg“ kann Kindern die Streiche der Schildbürger an verschiedenen Orten in der Stadt vermitteln. (Übersicht Schildbürger – Rundweg – .pdf)
Weniger bekannt ist Schildau als Geburtsort des preußischen Generals Neidhardt von Gneisenau – ein Denkmal auf dem Markt gibt mit Bronzereliefs vier Lebensstationen des Heeresreformers preis, darunter seine Zeit als Gänsejunge in Schildau. Im Schildbürgermuseum gibt es auch zu Gneisenau eine kleine Ausstellung.
An der sehenswerten Stadtkirche Sankt Marien wächst schon seit über 500 Jahren der älteste Maulbeerbaum (Morus alba) im deutschsprachigen Gebiet. Gepflanzt wurde dieser zur Futtergewinnung für Seidenraupen. Und in der Kirchengemeinde arbeitet eine Projektgruppe am „Garten Erdenreich„, wo aus dem historischen und denkmalgeschützten Pfarrgarten ein öffentlich zugänglicher Projektgarten entsteht. Besucher können bereits über einen Schlängelweg verschiedene Duftpflanzen aus aller Welt „erriechen“ oder von einer Aussichtsplattform in die Wildniszone schauen.
Wer nach langer Wanderung einfach mal Baden und relaxen will, kann das im Seebad Schildau tun. Dort bietet sowohl ein Natursee als auch ein Erlebnisbecken mit Rutsche Badespaß für Jung und Alt. Zum Seebad gehört ein Campingplatz. Also, schon in Schildau gibt es mehr als genug zu erleben für zwei, drei Tage…

Gastronomie in Schildau

Wer viel wandert, soll auch nicht hungern. Unterhalb vom Kirchberg an der Wurzener Straße kannst Du Dich mit Pizza und ggf. einigen indischen Gerichten im Restaurant La Cabane (früher Toscanella oder Dantes) stärken. Speisekarte La Cabane Schildau Pizza gibt es auch zum Mitnehmen, aber in den ruhigen Gasträumen mit Kaminfeuer im Winter läßt es sich viel angenehmer speisen. Im Sommer bietet ein Freisitz im Hof Gastlichkeit an der frischen Luft.
Günstig gelegen auf dem (Rück-) weg ist das „Eiscafé zum Schildberg“ genau da – in der Friedensstraße, die zu den zwei o.g. Wegen Richtung Schildberg führt. Es gibt hausgemachte Eisbecher, aber auch in der Mittagszeit einen kleinen Imbiß.
Wenn Du sowieso zum Seebad möchtest, kannst Du während der Badesaison die snackbar „Hai five aufsuchen. Dort findest Du, was kulinarisch zum „Strandleben“ dazugehört.

Unterkünfte in der Umgebung des Schildbergs

Eingang zum Schloßhotel Kobershain am Fuße des Schildbergs

Am Dichtesten dran am Schildberg ist das oben schon erwähnte Schloßhotel in Kobershain*. Im ehemaligen Rittergut bekommst Du ein bequemes Nachtquartier finden. Ein Apartment für zwei und eine Familiensuite erwarten ihre Gäste. Selbst Ferien mit Hund sind hier möglich. Zum Einkaufen ist die kurze Fahrt nach Schildau erforderlich.

Zum Seebad in Schildau gehört auch eine Campingplatz für Zelte und Caravans* mit eigenen Wohnmobil – Stellplätzen. Außerdem bietet die Stadt Schildau am Seebad eine Gruppenunterkunft, die über das Fremdenverkehrsamt gebucht werden kann.

Wirklich mitten in der Dahlener Heide in Lausa liegt die Pension Lausa*. Der Bungalow bietet als Ferienhaus Platz in jeweils 2 Einzelbetten in zwei Schlafzimmern. In der einfachen Küche gibt es Herdplatte, Mikrowelle und Wasserkocher für die Essenbereitung. Hier sind Ferien mit Hund oder anderem Haustier möglich. Einkaufen geht in Schildau oder Belgern.

Lausa - mitten in der Dahlener Heide
Lausa – Mitten in der Dahlener Heide

In Schmannewitz kannst Du Deine Ferienwohnung bei Fam. Deutschmann* buchen. Diese ist für vier Personen bestens geeignet, es können aber auch bis 6 werden (Schlafsofa im Wohnzimmer). Küche und Bad der Ferienwohnung sind gut ausgestattet, im Garten kann gegrillt und Tischtennis gespielt werden. Von Schmannewitz aus sind alle Ziele in der Dahlener Heide mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Es lockt das Waldbad von Schmannewitz!

Wandern zum Schildberg? Wo kann ich parken?

Wenn Du Dich mit dem Auto auf den Weg zum Schildbergwald machst, gibt es mehrere Möglichkeiten zum Parken. Am Besten geht das in Schildau auf dem Marktplatz oder am Volkshaus. Außerdem kannst Du den Parkplatz am Netto-Markt nutzen, der schon am „richtigen“ Stadtrand liegt (Westseite) und von wo aus Du gleich loswandern kannst – entweder über Kobershainer Straße, Kohlweg und Bierweg oder über „UnterdenLinden“ und Friedensstraße.
Kommst Du aus Richtung Wurzen, kannst Du auch im Wald an der Kreuzung mit dem S-Weg parken. Dort gab es mal eine Bushaltestelle, so daß die Einmündung zum „Wendedreieck“ ausgebaut worden ist. Busse halten allerdings keine mehr, so daß der Platz jetzt zum Parken für ca. 5 PKW zur Verfügung steht.

Wie kann ich mit Öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen?

Ein schwieriges Thema… Obwohl Schildau zum Gebiet des Verkehrsverbunds mdv gehört, dient der regionale Busverkehr nach wie vor vor allem dem Schülerverkehr. Und richtet sich nach den Schulzeiten, nicht nach den Fahrplänen der mdv – S-Bahnen! Am Wochenende gibt es gleich gar keine Busse trotz guter touristischer Angebote in Schildau. Vom Montag bis Freitag ist es möglich, mit der S- Bahn von Leipzig bis Mockrehna oder Torgau zu fahren und von dort einen Bus nach Schildau zu nutzen – aber unbedingt die ganze Verbindung vorab planen! Am Wochenende fährt ein sogenannter + Bus nicht über Schildau, sondern durch das 3km entfernte Sitzenroda. Der Weg dorthin ist ganz gut wanderbar. Mit dem + Bus besteht hin und wieder auch eine Möglichkeit, in eine der S- Bahnen (oder in Oschatz in eine Regionalbahn Leipzig – Dresden) einzusteigen. Man bemerke meinen spöttischen oder eher sarkastischen Unterton…
Wer sowieso wanderwütig ist, kann vom S- Bahnhof Wurzen wie oben beschrieben über die Hohburger Berge zum Schildberg wandern oder auch vom/zum Schildberg über Ochsensaal, Schmannewitz zum Bahnhof Dahlen (ebenfalls Regionalbahn Leipzig – Dresden). Ansonsten empfiehlt sich in der Region eher die Kombination S-Bahn + Fahrrad, zumal die Fahrradmitnahme in den S- und Regionalzügen des mdv kostenfrei möglich ist.

Der Schildbergturm bei Schildau, nächtlich illuminiert
Ein Bild, was es gar nicht gibt – Für eine abendliche Fotoaktion angeleuchteter Schildbergturm

Wanderkarte Dahlener Heide

Wanderkarte Dahlener Heide
Wanderkarte Dahlener Heide*

Für Deine Planung von Ausflügen und Wanderungen in der Region am Schildberg kannst Du am Besten die Radwander – und Wanderkarte Dahlener Heide, Wermsdorfer Wald und Umgebung* aus dem Barthel – Verlag verwenden. Diese ist im Maßstab 1:50.000 erstellt und damit hinreichend detailliert, um sich gut zurechtzufinden.

Ausflugskarte Leipzig
Ausflugskarte Leipzig u.U.*

Eher für den groben Überblick, dafür aber mit weiteren interessanten Regionen ergänzt ist die Ausflugskarte Leipzig und Umgebung*. Der Maßstab 1:125.000 ermöglicht die großräumige Erfassung des Leipziger Umlands und eine gute Planung verschiedener Ausflüge in die weitere Umgebung der Stadt.

Schildbürger – Bücher für Kinder und Junggebliebene

Wer seinen Kindern Schildbürger- Geschichten – zumindest den populären Teil davon, der auch heute noch leicht verständlich ist – vorstellen möchte, erhält einige Varianten im Buchhandel:

Ottfried Preußler in Schilda
Bei uns in Schilda

Unter dem Titel „Bei uns in Schilda*“ hat Ottfried Preußler eine illustrierte Fassung veröffentlicht. Diese Ausgabe ist wieder erhältlich im Thienemann Verlag.

Erich Kästner Die Schildbürger
Die Schildbürger*

Auch von Erich Kästner gibt es eine inzwischen selbst schon historische illustrierte Ausgabe von „Die Schildbürger*“. Der Attrium Verlag AG hat sie wieder aufgelegt.

Die Schildbürger als Hörbuch* kannst Du zum sofort-download bekommen im MP3 – Format. Die Laufzeit des Hörbuchs sind 125 Minuten.

In Gedanken schon unterwegs? Lade Deine Freunde ein und dann auf zum Schildberg!

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