Hohburger Berge – Steinreich bei Leipzig

Hohburger Berge – Steinreich bei Leipzig

Vor allem für Bewohner von Leipzig und Umgebung sind die Hohburger Berge ein schnell erreichbares Ausflugsziel. Mit der Leipziger S-Bahn S4 bis Wurzen kann dieser Höhenzug leicht mit dem Fahrrad angesteuert werden. Weitgehend über separate Radwege durch abwechslungsreiche Landschaft ist Hohburg nach einer kurzen Radfahrt von ca. 8 km erreicht. Zu finden sind die Hohburger Berge etwa 35km östlich von Leipzig und 7 km östlich der Mulde.

Wandern zwischen Steinbrüchen und Gletscherschliffen

Die Hohburger Berge sind nicht spektakulär, aber angenehm und abwechslungsreich. Die Bezeichnung „Hohburger Schweiz“ ist etwas übertrieben. Bei einer durchschnittlichen Höhe von ca. 120m über NN der Landschaft ragen die Berge bei Hohburg mit 204 bis 240 m nur 80 bis 120m aus der Umgebung hervor. Doch die Vielseitigkeit macht den Bergzug für Ausflüge interessant. Felsformationen und Steinbrüche, abwechslungsreiche Wälder, das Tal des Lossa – Bachs und der Kaolin-See bieten dem Auge des Besuchers immer wieder Überraschungen. Das Museum Steinarbeiterhaus in Hohburg bietet dazu noch einen kleinen Einblick in die Nutzung der Naturressourcen der Region.

Hohburg - Kleiner Berg - Naturschutzgebiet mit Gletscherschliffen

Vom Bahnhof Wurzen aus erfolgt die Anfahrt mit dem Fahrrad über Lüptitz. Bereits auf dem Weg dorthin kann ein kleiner Abstecher an der nördlichen Stadtgrenze das Herz von Naturfreunden höher schlagen lassen. Besonders an warmen Sommer- und Herbsttagen bildet das Naturschutzgebiet am Spitzberg ein Kleinod in der Offenlandschaft. Grillen zirpen, Turmfalken jagen über den weiträumigen Wiesen und überall blühen Wiesenblumen und Disteln. Der Spitzberg zeigt sich am nördlichen Rand des ehemaligen Truppenübungsgeländes der Roten Armee als rotbrauner Felszahn in den wärmenden Sonnenstrahlen.

Hinter Lüptitz unter der Bahnbrücke hindurch führt der Radweg auf der „Alten Hohburger Landstraße“ in Richtung Hohburg. Noch vor dem Ort kommt mit dem „Kleinen Berg“ ein weiterer Naturschatz der Region. Die Kuppe des Kleinen Berg ist seit 1976 Naturschutzgebiet und birgt in Eichen – Hainbuchenwäldern z.B. Siebenschläfer, Großes Mausohr und Mopsfledermaus. Doch nicht nur Flora und Fauna sind hier schützenswert – auch geologisch ist der Kleine Berg südlich von Hohburg ein erdgeschichtlich wertvolles Zeugnis.

Vulkanit – Gestein aus dem Rotliegenden

Entstanden sind die Hohburger Berge durch vulkanische Ausbrüche vor 270 bis 240 Mio. Jahren, dem Rotliegenden. Sie gehören damit zum Nordwest – Sächsischen Vulkanitkomplex. Verwitterungsbeständige Decken aus Quartzporphyr bilden die heutigen Bergkuppen der Hohburger Berge. Durch die Eiszeiten, die vor etwa 2,6 Mio Jahren begannen, wurden die Berge vulkanischen Ursprungs „überformt“ – die Gletscher mehrerer Kaltzeit – Perioden glitten über sie hinweg.

Am Kleinen Berg bei Hohburg sind deshalb sog. Gletscherschliffe zu finden – offenliegende Porphyr – Platten, die deutliche Schleifspuren der eiszeitlichen Gletscher aufweisen. Diese wurden 1844 vom sächsischen Geologen Carl Friedrich Naumann entdeckt und interpretiert und untermauerten damit die Theorie der Inlandvereisung.

Porphyr - Gestein mit Gletscherschliff in Hohburg am Kleinen Berg
Porphyr – Gestein mit Gletscherschliff

Gletscherschliff und Windschliff

Während der Weichseleiszeit wird ein weiteres Phänomen für überdauernde Spuren sorgen: Ständiger starker Wind aus Südwest sorgt mit Schluff-Partikeln für ein natürliches „Sandstrahl – Gebläse“ und hinterläßt am südöstlich gelegenen Naumann- Heim-Fels für Schleifmarken – dem sogenannten Windschliff.

So birgt allein der Kleine Berg südlich von Hohburg bereits geologische Zeugnisse, eine abwechslungsreiche Waldlandschaft mit derzeit viel Totholz, welches teilweise regelrechte Holzskulpturen bildet sowie eine vielgestaltige Flora, wie sie in forstwirtschaftlich genutzten Wäldern nicht zu finden ist. Von den Höhen des Südwest- Hangs ist ein weiter Blick in die Landschaft möglich – zurück nach Wurzen und ins Tal der Mulde. Auch Zeugnisse der menschlichen Besiedlung finden sich in Resten von Wallanlagen einer Burg aus slawischer Zeit.

Verwitterungsgestein aus dem Tertiär – der Kaolinsee

Mit einem kleinen Umweg vom Radweg am Kleinen Berg kommst Du direkt zum Kaolinsee, noch bevor Du überhaupt bis Hohburg gelangt bist. Der ausgeschilderte Weg zweigt nach Westen ab und verläßt den Kleinen Berg über eine Serpentine. Eine moderne Brücke quert den kleinen Verbindungskanal zwischen dem großen und kleinen Kaolinsee.

Kaolin ist ein hochwertiger sehr heller Ton, der in der Warmzeit des Tertiär von vor 65 Mio. bis zum Beginn der Eiszeiten vor 2,6 Mio. Jahren durch Verwitterung wenig beständiger Porphyr – Gesteine entstand. Von 1900 bis 1965 wurde bei Hohburg Kaolin in einem Tagebau gewonnen. Die hinterlassene Grube füllte sich mit Wasser und bildet heute mit dem Kaolinsee ein beliebtes Naherholungsgebiet. Am Westufer ist Baden (auf eigene Gefahr) möglich, eine Liegewiese etwas abseits vom Parkplatz (mit öffentl. Toilette) ermöglicht entspannte Erholung. Allerdings sollten Eltern unbedingt auf ihre Kinder aufpassen – insbesondere auf Nichtschwimmer. Die Ufer des Kaolinsee sind relativ steil und durch den schlüpfrigen Ton auch noch teilweise glatt.

Hohburger Schweiz: Kaolinsee
Am Kaolinsee bei Hohburg

Hohburg – Zwischen Bergen im Tal der Lossa

Die Bezeichnung „Hohburger Schweiz“ ist sicher ein Stück weit durch die Ansicht des Dorfs entstanden. Trotz der vergleichsweise geringen Berghöhen wirkt die Lage von Hohburg im engen Tal des Lossa – Bachs zwischen dem Kleinen Berg im Süden und dem Bergzug im Norden ein wenig wie ein abgeschiedenes, verträumtes Bergdorf. Vor allem beim Anblick aus Richtung Westen. Und so eine Abschirmung vom Lärm und Puls der Moderne durch zeitlos und beständig wirkende Bergzüge weckt bei so manchem besänftigende Geborgenheits – Gefühle.

Entlang des Bachlaufs der Lossa ist es auch richtig schön grün, Enten schwimmen auf dem Bächlein, ein kleiner aufgestauter Teich verstärkt die Dorfidylle.

Bachlauf der Lossa in Hohburg
Bachlauf der Lossa

Allzu viel gibt es nicht zu sehen in Hohburg. Doch neben der Kirche lockt das Steinarbeiter – Haus“ als Museum der Bergbau – Geschichte Besucher an allen Nachmittagen von Sonntag bis Donnerstag (jeweils 13-16 Uhr). Denn rund um Hohburg wurden und werden in mehreren Steinbrüchen die soliden Ressourcen der Region abgebaut und zu Splitt, Schotter oder Bruchstein verarbeitet. Auch der schon erwähnte Kaolin – Abbau war eine weitere Form des Bergbaus in der Umgebung. Besonders interessant dürfte der kleine Technik-Park mit Kran-Anlage, Dampfwalze und Kipplorenzug hinter dem Steinarbeiter – Haus sein, der sicher auch Kinder begeistert. In der Straße dahinter lockt ein großer Kinderspielplatz zur Rast für Familien.

Kirche und Museum Steinarbeiter- Haus in Hohburg
Kirche Hohburg und Steinarbeiter- Haus
Museum Steinarbeiterhaus: Kipploren - Zug der Steinarbeiter in den Hohburger Bergen
Kipploren – Zug der Steinarbeiter

Die Bergkette der Hohburger Berge

Nördlich von Hohburg liegen die eigentlichen Hohburger Berge – ein Kleingebirge im Flachland der „Leipziger Tieflandsbucht“ mit mehreren Gipfeln. Der höchste Berg ist der Löbenberg mit 240m über NN. Dahinter liegen Siebensprung, Zinkenberg, Burzelberg (221m) und Hennersberg, nach Röcknitz im Norden zu der Gaudlitzberg (220m) und Steinberg. Überall treten Felsformationen zutage, was die Berge vor allem zwischen Hohburg und Röcknitz geologisch interessant macht. Gerade entlang der Westhänge liegt eine Reihe von alten Steinbrüchen, von denen nur noch wenige in Betrieb sind. Teilweise sind diese Steinbrüche inzwischen wassergefüllt, also „abgesoffen“, wie z.B. der Steinbruch am Löbenberg.

Hohburger Schweiz? - Rückblick nach Hohburg vom Kirschberg
Blick zurück vom Kirschberg
Steinbruch Löbenberg in den Hohburger Bergen
Am Steinbruch Löbenberg

Um den Löbenberg, der sich am Nächsten an der Nordseite von Hohburg erhebt, prägt Buchen – Kiefern – Mischwald das Bild. Das ist nicht überall so. Z.B. auf der Wegstrecke vom Steinbruch am Löbenberg zum Steinbruch Zinkenberg findet sich ein lichter Eichen – Mischwald, dessen z.T. knorrige alte Bäume einen urwüchsigen Charakter vermitteln. Die Stürme und Dürresommer der letzten Jahre haben auch in den Hohburger Bergen zahlreiche Bäume umgestürzt oder absterben lassen. Offensichtlich werden die Waldflächen nur teilweise beräumt.

An vielen Hängen ergibt sich durch gestürzte Bäume, abgebrochenes Totholz und neuen Aufwuchs der Eindruck von Wildheit. Gerade das macht die Wanderung durch die Waldgebiete der Hohburger Berge umso interessanter. Für geduldige, ausdauernde Naturbeobachter ergeben sich vor allem an ruhigen Wochentagen Möglichkeiten zur Tierbeobachtung auch mit seltenen Arten wie dem Schwarzspecht. Da die Wege großenteils nur schmale Pfade zwischen Brombeeren, dichten Kräutern und emporsprießenden jungen Sträuchern sind, werden Wanderungen in den Hohburger Bergen zum Entdecker – Abenteuer. Zu empfehlen ist allerdings unbedingt ausreichender Schutz gegen Zecken und Mücken* sowie ggf. eine Zeckenzange*

Buchenwald auf dem Löbenberg bei Hohburg
Buchenwald auf dem Löbenberg

Wandern und Rodeln – wenn Schnee liegt

In den Hohburger Bergen kannst Du schön und entspannt wandern – sprich: ausgedehnte Tagesspaziergänge machen. Erfrischende Buchen- Mischwälder sorgen für schattige Wanderungen auf den verschiedenen Wegen. Ein Hohburger Rundweg ist ausgewiesen wie auch ein (längerer) Bergbau – Lehrpfad. Am Südosthang des Löbenberg gibt es einen Rodelhang – falls mal wieder Schnee fällt. In den 50er Jahren gab es an einem Nordhang der Hohburger Berge sogar eine Skisprung – Schanze, doch die war bereits bei meinen Wanderungen in Kindertagen Anfang der 70er Jahre nur noch Ruine. Überhöhte Kurven an einigen Wegen bezeugten damals die frühere Nutzung als Rennrodel – Bahn. Aber auch damals fehlte es schon an Schnee und langanhaltendem Winterwetter. Da das Gebiet nicht allzu groß und gut ausgeschildert ist, kannst Du einfach drauflos wandern. Bist Du Dir unsicher, hilft Dir natürlich für den unkomplizierten Rückweg zum Fahrrad oder Deiner Unterkunft ein zuvor gespeicherter Wegpunkt im GPS-Handy.

Bergbau - Pfad in den Hohburger Bergen
Markierung Bergbaupfad

Derzeit kann man mit etwas Glück im Steinarbeiterhaus, beim Bürgeramt oder z.B. in einem flyer – Spender am Parkplatz (am Gebietsplan „Lossatal“) eine kleine Wanderkarte „Hohburg und seine Berge im Geopark Porphyrland“ bekommen, die von der Gemeindeverwaltung Lossatal herausgegeben wird. Auf der Vorderseite sind weitere Besuchstips für die Region sowie Infos zu den Museen Steinarbeiterhaus Hohburg und Heimatmuseum Großzschepa zu finden. Die Wanderkarte umfaßt die Bergzüge am Ort Hohburg und Kleinzschepa.

Wer nur eine kurze Runde am Ort drehen möchte, dem sei der Rundweg über 3,3km empfohlen. Mit 7,1km deutlich länger, aber auf jeden Fall lohnenswert ist der Bergbaupfad, der am Steinarbeiterhaus Hohburg beginnt. Dieser führt am Steinbruch Löbenberg vorbei, durchquert dann einen Eichengrund und trifft im Norden auf den Steinbruch Zinkenberg. Zurück geht es am Löbenberg vorbei. Wer das Gipfelplateau „erklimmen“ will, muß bei beiden Rundwegen einen kleinen Abstecher machen. Allerdings bieten die Berge keine richtige Aussicht, da die Gipfel bewaldet sind. Fernsicht – Möglichkeiten bieten sich bei Hohburg nur vom Kleinen Berg sowie von den Hängen unterhalb der Waldgrenzen.

Eichenmischwald in den Hohburger Bergen am Weg zum Steinbruch Zinkenberg
Eichenmischwald am Weg zum Steinbruch Zinkenberg

Klettern in den Steinbrüchen mit „Bergfilm – Festival“

Die Wände der Steinbrüche in den Hohburger Bergen locken bereits seit den 20er Jahren Bergsteiger zum Klettertraining an. Es gibt etwa 200 teilweise sehr schwierige Kletter- Routen, die sich in den letzten Jahrzehnten auch durch den weiterbetriebenen Steinbruch verändert haben. Einmal jährlich findet im Steinbruch am Gaudlitzberg ein „Bergfilm – Festival“ statt. Unterstützt von der mdr – Sendeanstalt und veranstaltet von sächsischen Bergsteiger – Vereinen werden verschiedene Filme von Bergsteigern und Wanderern gezeigt.

Lichtspiele auf dem Gestein der Hohburger Berge
Lichtspiele in den Bergwäldern
Klettergebiet Gaudlitzberg von Röcknitz gesehen
Der etwas „zerrupfte“ Gaudlitzberg mit Steinbruch-Kanten von Röcknitz aus gesehen

Die Tour von Hohburg aus erweitern und verlängern

Die Hohburger Berge sind also ein perfektes Ziel für einen Tages- oder Wochenend – Ausflug vor allem aus dem Großraum Leipzig. Dann bleibt die Anreise kurz und genügend Zeit für’s Abenteuer. Kleiner Berg, große Rundwanderung, Besuch im Steinarbeiterhaus, Baden im Kaolinsee… so vergeht ein Wochenende wie im Flug.

Doch mancher möchte seinen Aufenthalt im Grünen gern verlängern. Gerade wer richtig Wandern will, hat die Hohburger Berge schnell hinter sich gelassen. Oder entfernt sich allzu schnell als Radwanderer…

Totholz - Skulpturen in den Hohburger Bergen
Totholz – Skulpturen

Dann empfiehlt sich zu allererst der Anschluß mit dem nahegelegenen Schildberg und der Schildbürgerstadt Schildau. Das ist gleichzeitig ein westliches Tor zur Dahlener Heide, die mit dem Schildbergwald im Westen beginnt. Und dort lassen sich mehrere Tage verbringen.

Wer zu Fuß unterwegs ist, kann von Hohburg über den Burzelberg und die „Klinge“ bei Zwochau wandern und von dort über Kobershain zum Schildberg (S-Weg, ab Zwochau mit rotem Balken markiert). Dieser Weg führt so gut wie immer über angenehme Waldwege und ruhige Feldwege. Per Fahrrad geht die Fahrt über die wenig befahrenen Straßen von Hohburg nach Thammenhain und von dort entweder über Kobershain oder direkt zum Schildberg. Die Wander – Karte Dahlener Heide – Wermsdorfer Wald hilft zur Orientierung in der ganzen Region (s.u.)

Östlich der Dahlener Heide wiederum verläuft der Elberadweg und damit noch ein attraktiver Fernradweg zur Fortsetzung.. zumindest bis zum nächsten Bahnhof.

Geopark Nordsachsen – Hohburg, Röcknitz, Schildau

Das Museum Steinarbeiterhaus Hohburg gehört zu den vier „Geoportalen“ der Region, die als „Geopark Nordsachsen“ auftreten. Für die Ausweisung als „Geopark – Region“ sprechen die vielen zutagetretenden Steinformationen um Hohburg und auch die Bergbau – Aktivitäten, in der Regel als Steinbrüche. Neben Hohburg werden dazu der „Geoerlebnisgarten“ in Röcknitz (gleicher Bergzug, nördlicher Rad der Hohburger Berge) und die Stadt Schildau gezählt, wobei hier das Schildbürger- und Gneisenaumuseum als Ansprechpartner für das Geoportal zählt.

Das Geo-Thema spielt in Schildau allerdings eher eine untergeordnete Rolle – die Schildbürger dominieren nun einmal das Interesse, gefolgt von Gneisenau, der 1760 in Schildau geboren wurde. Trotzdem bietet die Umgebung von Schildau einige geologische „hotspots“: Der Schildberg (217m) ist im Grunde ein östlicher Ableger der Hohburger Berge, ebenfalls mit Vulkanit – Quartzporphyr – Gestein aus dem Rotliegenden. Im Umfeld des Schildbergs gibt es mehrere kleine Steinbrüche (aufgelassen) sowie am Südwesthang den „Napoleon-Stein„. Auch in der Umgebung von Schildau lagen verschiedene Tongruben (heute zum Teil Gewässer), der Ton wurde bis in die siebziger Jahre in der Schildauer Ziegelei zu Ziegelsteinen gepreßt und gebrannt.

Reisetips für die Hohburger Berge

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Das Wetter in Hohburg

Die aktuellen Wetter-Aussichten für die Hohburger Berge findest Du in der nebenstehenden Grafik. Der Wetterausblick für heute und die nächsten drei Tage macht einen Wochenendausflug in die Hohburger Schweiz wetter-technisch kalkulierbar.

Anreise nach Hohburg

Mit Bahn und Rad

Hohburg begrüßt seine Gäste

Mit der Bahn* von Leipzig am Einfachsten mit der S4 bis Bhf. Wurzen und dann per Fahrrad über Lüptitz auf Radwegen zum Kleinen Berg und Hohburg. Wer den Rückweg etwas variieren möchte, fährt von Hohburg nach Röcknitz (nördlicher Rand der Hohburger Berge) und dann über Mölbitz ca. 6km zum Bahnhof Doberschütz (Nördlicher Bogen der S4). Alles über kleine, wenig befahrene Landstraßen. Wer mit dem Pedelec (Elektro-Fahrrad) unterwegs ist, findet in Hohburg eine kostenfreie Ladestation an der Ecke zur Th.-Müntzer – Straße. Leider hinter einem Schutzdach versteckt vor einem großen Mietswohnhaus (schräg gegenüber der Linden – Apotheke) und ohne weitere Hinweis-Schilder. Dort können auch Standard- usb-Geräte wie smartphones mit geladen werden, es gibt einen Anschluß für usb-Kabel mit Ablage in jeder Ladebox. Die Box ist abschließbar mit eigenem Vorhängeschloß*.

Strom - Tankstelle für Elektro-Fahrräder in Hohburg
Tankstelle für Elektro-Fahrräder

Theoretisch kannst Du von Leipzig aus mit dem Fahrrad anreisen, da Hohburg am Leipzig- Elbe- Radweg liegt. Praktisch würde ich allerdings vorziehen, mit der S-Bahn aus Leipzig herauszufahren und erst in den ruhigeren Regionen aufs Rad zu steigen. Die Fahrradmitnahme ist in den Regional- und S-Bahn- Zügen im Gebiet des mdv kostenlos.

Mit Auto oder Caravan nach Hohburg

Mit dem Auto oder Mietwagen* von Leipzig/ Dresden auf der B6 bis Wurzen, von dort über Lüptitz nach Hohburg. Ein großer Parkplatz einschließlich Caravan – Stellplatz befindet sich in Hohburg mitten im Ort im Tal der Lossa. Weitere Parkmöglichkeiten liegen am Kaolinsee v.a. für Badegäste sowie am Steinarbeiterhaus für Besucher des Museums.

Versorgung vor der Wanderung in den Hohburger Bergen

Konsum Verkaufsstelle Hohburg
Konsum Hohburg

Leider ein etwas schwierigeres Thema. Nimm eigene Verpflegung mit. Es gibt ein Gasthaus „Zum Lossatal“ an der Ecke Th.-Müntzer-Straße / Ecke Am Lossatal. Ob geöffnet und wie vielseitig das Speisenangebot ist, eher fraglich… Ansonsten zu normalen Öffnungszeiten (MO-FR 09-18, SA 09-12) der ehemalige Konsum, der unter dem Namen „nah und frisch“ die Minimalversorgung für die Dorfbevölkerung gewährleistet.

Unterkunft in der Umgebung der Hohburger Berge

Abgesehen von ein paar Privatzimmern gibt es die nächsten Unterkünfte im Umkreis der Hohburger Berge in Thallwitz, etwa 5km westlich von Hohburg . Von dort aus ist der S-Bahnhof Eilenburg Ost (S4 nach Leipzig) mit dem Fahrrad relativ schnell zu erreichen.

Die Zimmervermietung am Holzberg* in Thallwitz bietet mehrere Doppelzimmer sowie ein Familienzimmer in einem holzverkleideten zweistöckigen Baum mit Terrasse und Garten. Hier kann auch gegrillt werden. Für Kinder gibt es Spielmöglichkeiten im Freien. Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder sind vorhanden. Alle Zimmer verfügen über Mikrowelle, Wasserkocher und Kaffee-/ Tee- Utensilien. Haustiere sind nicht gestattet.

Über zwei großzügige Apartments verfügt das Haus am Park* in Thallwitz – Lossa. In den Küchen sind Mikrowelle und Kaffeemaschine vorhanden. Auf Wunsch besorgt die Zimmerwirtin eine Frühstücks-„Grundausstattung“ für spät anreisende Gäste. Fahrräder können auf Anfrage am Haus kostenlos ausgeliehen werden. Feuerstelle und Grill im Garten können genutzt werden, auch die Terrasse lockt . Haustiere sind nicht gestattet.

Vor allem wenn Du noch zum Schildberg und vielleicht in die Dahlener Heide weiterfahren möchtest, ist eine Unterkunft im Schloß Kobershain* sehr gut gelegen. Von Hohburg aus sind es 6,3km weiterer Weg dorthin, Kobershain liegt westlich unterhalb des Schildbergs. Ein Familienzimmer und ein Apartment stehen zur Verfügung. Frühstück gehört zum Angebot. Zu den Zimmern gehört eine Küchenzeile mit Toaster, Mikrowelle, Kochfeld und Kühlschrank. Haustiere sind im Schloß Kobershain erlaubt.

Wenn Du bereits von Leipzig aus oder zumindest von Taucha ostwärts mit dem Rad über diverse Feldwege anreist, kannst Du bereits in Püchau – noch westlich der Mulde – ein exquisites Quartier in der Igluhut Molino* finden. Diese Holzkuppel verfügt über (ungeheizten) Pool und Sauna. Ein Wohnraum, eine Küchenzeile, separates Schlafzimmer für 2 Personen und Duschbad bieten einen besonderen Aufenthalt. Auch der Garten kann genutzt werden. Igluhut Molino ist eine Nichtraucher – Unterkunft. Haustiere sind nicht gestattet. Bei Püchau gibt es eine Fußgängerbrücke über die Mulde. Allerdings ist die Nutzung mit dem Fahrrad etwas anstrengend, da beidseits steile Treppen zur Brücke hoch führen.

Eine Wander – und Radfahrerkarte

Da die Hohburger Berge ziemlich klein sind, gibt es außer der oben erwähnten kostenlosen Wanderkarte der Gemeindeverwaltung Lossatal keine richtigen Karten zu kaufen. Natürlich kannst Du Dir die passende amtliche topografische Karte heraussuchen und nutzen. Möchtest Du sowieso im größeren Radius als Wanderer oder mit dem Fahrrad die Region erkunden, lohnt sich die Anschaffung der „Radwander- und Wanderkarte Dahlener Heide, Wermsdorfer Wald und Umgebung*“ aus dem Barthel – Verlag im Maßstab 1:50.000. Diese enthält o.g. Anreiseort Wurzen, die Hohburger Berge, die Verbindungen in die Dahlener Heide und die Anschlüsse z.B. in Richtung Elberadweg oder Mulderadweg.

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