Cork City – kulturelle Attraktionen und städtische Sehenswürdigkeiten typisch irisch

Cork City – kulturelle Attraktionen und städtische Sehenswürdigkeiten typisch irisch

Ireland is like a Bottle – it would sink without a Cork!“

Dieses Graffiti begrüßt die Besucher der irischen Stadt Cork in der Nähe der Busstation. Es spricht für den Stolz der Bewohner auf ihre lange, mit der grünen Insel und der Republik Irland verbundenen Geschichte. Und Cork bietet eine Menge an Attraktionen für ihre Bewohner, für die vielen Studenten, aber auch Sehenswürdigkeiten für die Besucher. Grund genug, auf den Sonnigen Pfaden einmal einen Abstecher nach Cork City zu machen, die Stadt vorzustellen und vor allem einige der Sehenswürdigkeiten von Cork vorzustellen.

Cork als „Tor vom europäischen Festland“?

Ireland would sink without a Cork

Vielleicht betrittst Du ja irischen Boden bei Cork? Denn Cork ist auch Hafenstadt an der südlichen Atlantik – Küste Irlands, und zumindest von Roscoff in der Bretagne verkehren Fähren aus Frankreich nach Cork. Dann ist Cork City für Dich vielleicht die erste Station in Irland?

Ein guter Platz, um erstmal anzukommen und sich auf irische Verhältnisse einzustellen. Gesprochen wird hier englisch oder einer der gälischen Dialekte, eine keltische Sprache, die in vielen irischen Regionen noch Bestand hat.

Die Stadt Cork liegt am River Lee, der den Süden Irlands von West her durchzieht, zum Schluß Cork passiert und dann in einer weiten Mündungsbucht in den Atlantik fließt. Von Cork City ist hier übrigends die Rede zur Unterscheidung von der umgebenden Grafschaft (County) Cork.

Cork ist Großstadt mit über 350.000 Einwohnern. Doch davon ist nicht allzu viel zu merken. Dis Stadt macht einen eher beschaulichen Eindruck mit zwei- bis viergeschossigen Häusern, kleinen Gassen und grünen Hängen diesseits und jenseits des Flußtals. Große Teile des Stadtzentrums von Cork City liegen auf einer langgestreckten Flußinsel. Denn der River Lee, in dessem Tal Cork liegt, teilt sich hier in zwei Arme auf, die erst östlich des Zentrums wieder zusammenkommen.

Die meisten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig zu erreichen und wegen der Lage im Flußtal am Lee sowie den hübschen Gäßchen ist der Fußweg auch sehr zu empfehlen.

Im Zentrum von Cork City

English Market und Streetmarket

Hauptgeschäfts – Straße von Cork ist die St.Patrick – Street, welche sich in einem weiten Bogen vom Merchants Qay durch das den Stadtkern windet. Hier stehen große Kaufhäuser und das Geschäftsleben pulsiert. Aber von diesem Boulevard biegen überall kleine Gassen ab, und schon bist Du in kleineren beschaulichen Straßen mit Restaurants, Pubs, Barbieren und diversen kleinen Geschäften von lokalen Unternehmern. Es ist recht charmant – die großen Platzhirsche mit ihren Kaufhäusern sind regelrecht umzingelt von vielen kleinen Davids und prägen das Bild eigentlich nur in der St.Patrick-Street. Sehen lassen kann sich u.a. der English Market von Cork, eine der ältesten Markthallen Europas überhaupt, die bereits 1788 ihre Tore öffnete. Heute beinhaltet der English Market einen Mix aus traditionellen Angeboten mit lokalen Delikatessen wie Spiced Beef, Skirts and Kidneys, Tripe and Drisheen, Stände von Kleinhändlern mit individuellem Service sowie wenigen Geschäften größerer Ketten.

Einen Wochenmarkt mit vielen Ständen nicht nur aus der Lebensmittel – Branche findest Du in der Kyle Street/ Cornmarket Street. Da kannst Du auch so manchen leckeren Bissen in „fingerfood“ bekommen.

Cork English Market Eingang
Eingang zum English Market

Kultur und Kunst in der City of Cork

St. Peter’s Cork
Ausstellungs-Kirche St.Peter's Cork
St.Peter’s Cork

Am westlichen Ende der Kyle Street stößt Du auf die älteste Kirche – St.Peter’s Cork. Teile des Kirchenbaus stammen bereits aus dem 12.Jh. Heute ist St.Peter’s Cork keine geweihte Kirche mehr, sondern ein kulturelles Zentrum und Ausstellungsraum. Lokale Künstler können hier ausstellen, außerdem werden kommunale Projekte thematisiert und so ein Forum zur Stadtentwicklung für Cork etabliert.

Bei meinem Besuch 2020 stand eine Ausstellung „The burning of a City“ zum hundertsten Jahrestag der Unruhen im Mittelpunkt, die später zu einem Friedensabkommen mit der britischen Besatzung und zur Gründung der Republik Irland führten. Cork war zu dieser Zeit ein Zentrum der irisch – nationalistischen Bewegung. Im März 1920 wurde der irische Oberbürgermeister von Cork in seinem Haus durch Besatzungsmilizen in Zivil ermordet. Sein Nachfolger wurde im August des gleichen Jahres verhaftet und starb in einem Londoner Gefängnis an den Folgen seines Hungerstreiks. Am 11.Dezember 1920 brannten britische Milizen große Teile der Innenstadt, insbesondere um die damals schon bedeutende Geschäftsstraße St.Patrick Street, nieder. Allerdings führten all diese Ereignisse eher zum Erstarken der irisch- nationalistischen Unabhängigkeitsbewegung. Im Jahr 1922 entstand dann der irische Freistaat, Vorläufer der heutigen Republik Irland.

Cork nach Dezember - Unruhen 1920
St.Patrick Street nach den Dezember-Unruhen 1920, repro
Cork opera und Crawford Art Gallery

Kulturfreunde finden im Zentrum von Cork die Cork Opera sowie ein paar Schritte weiter am Emmet Place die Crawford Art Gallery. Letztere hat bei freiem Eintritt 7 Tage in der Woche geöffnet. Die Crawford Art Gallery ist in einem alten Zoll-Haus, einem Backstein-Bau von 1724 untergebracht und präsentiert heute irische Kunstwerke von nationaler Bedeutung vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Nur ein paar Schritte von der Crawford Art Gallery sind es bis zum Rory Gallagher Place mit einer kleinen Plastik für den Songwriter und Gitarristen, der in Cork City aufgewachsen ist.

Cork Opera House
Cork Opera
Crawford Art Gallery Cork City
Crawford Art Gallery
Nano Nagle Place, Red Abbey, Elizabeth Fort, St.Fin Barre’s Cathedral

Südlich des Zentrums befindet sich das Gebäude des Nano Nagle Place aus dem 18. Jahrhundert. Dieses Ensemble beherbergt Ausstellungsräume, Garten- Café, Veranstaltungs-Bühnen und Design – Lager. Es ist ein lebendiges Gemeinschafts-Zentrum, welches aus einem Convent hervorgegangen ist. Als im 18.Jh. Cork sich als „Venedig des Atlantik“ verstand, gab es gravierende Widersprüche zwischen wohlhabenden Händlern und extremer Armut in den slums der Stadt. Nano Nagle versuchte mit ihrem Orden, dieser Armut durch Bildung entgegenzutreten und die Lebensbedingungen für alle zu verbessern. Ihr Orden der „Presentation Sisters“ wurde später weltweit in diesem Sinne aktiv. Heute versucht der Nano Nagle Place die Geschichte dieses Ordens lebendig zu halten und neben Erinnerung an die Tradition ein sozio-kulturelles Zentrum in Cork zu etablieren, in dem Kultur, Gemeinschaft, Spiritualität, Naturverbundenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber allen Gästen spürbar gelebt werden. Geöffnet ist jede Woche von Dienstag bis Sonntag.

Cork Elizabeth Fort und St.Fin Barre's Cathedral
Elizabeth Fort und St.Fin Barre’s Cathedral
Cork City Nano Nagle Place
Nano Nagle Place
Red Abbey Cork _ Kirchturm
Kirchturm Red Abbey

Gleich gegenüber steht der Turm der Red Abbey. Von dieser Abtei sind nur noch überwucherte Ruinen und der Turm übrig. Allerdings macht gerade das den Reiz aus, so daß ein kleiner Abstecher dorthin einem Sprung über die Jahrhunderte gleichkommt. Für mich wirkt diese stille Ecke abseits der Hektik des Stadtlebens immer beflügelnd auf die Phantasie.

Westlich vom Nano Nagle Place, in der Barrack street/ Ecke Fort street erhebt sich das Elizabeth Fort aus dem frühen 17. Jahrhundert über der Lee-Ebene. Dieses diente lange der Sicherung der englischen Vorherrschaft und der militärischen Stärke, später als Lebensmittellager, Durchgangs – Knast, Garnison, zuletzt als Garda – Posten (Polizei-Station). Es werden Führungen angeboten. Vom Fort aus gibt es gute Foto-hotspots mit Blick über Teile der Stadt Cork. Der Weg lohnt allerdings nur so recht, wenn das Elizabeth – Fort auch geöffnet ist. Sonst stehst Du vor kahlen nackten Mauern. Informiere Dich also rechtzeitig über die Angebote des Tages unter www.elizabethfort.ie

Gar nicht so weit weg in der Bishop street findest Du eine der größten und sehenswertesten Kirchen von Cork – St. Fin Barre’s Cathedral. Dieser Bau wurde erst 1870 geweiht, aber der Ort hat als Platz christlicher Versammlung bereits eine Tradition seit dem 7. Jahrhundert. Umgeben ist die Kathedrale von einem Friedhof in Hanglage mit alten bemoosten Grabsteinen zwischen Blühwiesen. Der Eintritt zur Kathedrale für Erwachsene liegt bei 6€, es gibt Besichtigungs- Rundgänge für zusätzliche 2€.

Wachsam am Lee River – Blackrock Castle

In Richtung Osten am River Lee entlang lohnt für den Besuch im Stadtteil Blackrock. Wenn Du Zeit hast, kannst Du natürlich (zumindest in einer Richtung) den Weg laufen. Besser rollt es für die 5km mit einem Fahrrad oder eben dem Stadtbus. Bei Blackrock weitet sich der Lee schon ein Stück und am gegenüberliegenden Ufer sind erste Kai-Anlagen des Industriehafens. Blackrock selbst hat ein eigenes Zentrum mit kleiner Hafenbucht. Auf den Straßen davor sind sogar noch ein paar Schienen einer früheren Straßenbahn von Cork zu finden.

Die eigentliche Attraktion von Blackrock ist aber das Blackrock Castle Observatory. Das ist ein Hafen-Fort aus dem 16.Jahrhundert. Von hier aus wurde die Zufahrt zur Stadt Cork über den River Lee bewacht. Inzwischen ist im Blackrock Castle eine Sternwarte untergebracht. Dazugehörig natürlich auch ein Planetarium, also eine künstliche Himmelskuppel, an dem der Sternenhimmel dargestellt und erläutert werden kann.

Die Ausstellungen im Blackrock Castle wurden erweitert und vermitteln ein weites Bild von wissenschaftlicher Forschung in der Neuzeit. Eintritt für Erwachsene 7€, für Familien 20€.

Cork Blackrock Castle Observatory
Blackrock Castle Observatory

Cork City Gaol und Old Cork Waterworks Experience

Auch in westlicher Richtung ist ein Ausflug weg vom Stadtzentrum auf jeden Fall zu empfehlen. Zumal der River Lee sich hier noch einmal aufspaltet und eine weitere kleine Insel im Fluß liegt, die m.o.w. nur über Fußgängerbrücken zugänglich ist. Vielleicht für den Hinweg nördlich des Lee, zurück dann mehr auf der Südseite.

Schon mal im Knast gewesen? Im Cork City Gaol kannst Du freiwillig einfahren! Etwa 2km westlich von der St. Patrick’s street auf einer „Terrasse“ oberhalb des Lee River befindet sich das alte Stadtgefängnis von Cork. Die Besichtigung des Cork City Gaol offeriert einen Blick in die Lebenswelt des 19.Jahrhunderts, insbesondere aus der Sicht von Bewohnern, die es mit den geltenden Gesetzen nicht so ernst nahmen. Der Besuch von Verwaltungsgebäude und Zellentrakt wird mit lebensgroßen Wachsfiguren in Häftlingskleidung oder Vollzugsdienst – Uniformen garniert und mit einiger Geräuschkulisse gewürzt. Auch dieses burgenähnliche Gebäude-Ensemble gehört zum architektonischen Erbe Irlands. Da soviel Platz nur für ein Gefängnis-Museum verschwendet ist, gehört zur Ausstellung noch ein Radio- Museum. Selbst Heiraten ist im Cork City Gaol möglich. Daß darauf lebenslänglich steht, werden die Paare bei der Zeremonie sicher immer behaupten.

Der Cork City Gaol ist inzwischen ganzjährig geöffnet, Eintritt 10€ für Erwachsene (Familie 30€), Austritt frei(!), ein mehrsprachiger Audio-Guide ist für 2€ erhältlich.

Cork City Gaol - Gefängnismuseum
Cork City Gaol

Noch ein Stück weiter westwärts am Ufer des River Lee befinden sich die Anlagen des old Cork Waterworks Experience. In den rot-orangen Backstein- Bauten des alten Wasserwerks von Cork aus viktorianischer Zeit befindet sich heute eine interaktive Ausstellung zur Wassergewinnung und – Aufbereitung. Hier kannst Du die dampfgetriebenen Pumpen und Wasserspeicher sehen, die im 19. Jahrhundert die Wasserversorgung der wachsenden Stadt Cork sicherstellen sollten. Schon von weitem sichtbar ist die hohe Backstein – Esse der Dampfmaschine. Wo Hydropolis in Wroclaw eher futuristisch und mit einem globalen Blick auf den Wasserkreislauf daherkommt, bleibt das Cork Waterworks Experience stärker lokalhistorisch orientiert. Eintritt Erwachsene 5€, Familie 15€..

Old Cork Waterworks experience - machine hall
Old Cork waterworks experience

Fitzgerald’s Park, Mardyke Walk und Cork Public Museum

Für den Rückweg lohnt es sich, die Flußseite zu wechseln. Dort wandelst Du mehr auf der grünen Seite von Cork City. Neben Sportanlagen findest Du den größten öffentlichen Park von Cork – Fitzgerald’s Park mit Skulpturen-Pfad und diversen botanischen und dendrologischen Besonderheiten. Im Park eingebettet liegt das Cork Public Museum, ein lokalhistorisch orientieres Ausstellungshaus. In der kostenfreien Ausstellung werden Spuren der über 7000-jährigen menschlichen Besiedlung der Region aufgezeigt. Besonders umfangreich ist die Würdigung von Personen aus der jüngeren Stadtgeschichte von Cork, die in den letzten Jahrzehnten national und international in verschiedenen Zusammenhängen für Aufsehen gesorgt haben – gesellschaftlich, politisch, kulturell oder sozial. Montags geschlossen, Eintritt ist frei.

Cork Public Museum
Cork Public Museum

Mit einem kleinen Abstecher findest Du jetzt das University College von Cork. Für Interessierte mit genügend Zeit lohnt sich hier sogar eine extra – Tour an einem Tag. Das UCC liegt eingebettet in einen parkähnlichen wunderschönen Campus am südlichen Arm des River Lee mit Wegen im Grünen und kleinen Brücken. Von 1. Februar bis 30.November des Jahres werden vom UCC visitor centre Mo-Fr um 15:00 Uhr/Samstags 12:00 Uhr (außer an Feiertagen) lohnende Besucher – Touren angeboten. Zum Besichtigungsprogramm gehören die historische Aula Maxima, die bedeutendste öffentlich zugängliche Sammlung von Ogam Steinen in Irland, die Universitäts – Gärten und das Crawford Observatorium, in welchem eine Sammlung mit den ältesten Teleskopen in Irland zu finden ist. Außerdem wird im Rahmen der Besucher-Tour die Honan Kapelle geöffnet mit einem weitläufigen Mosaik – Fußboden und Glasschmuck-Fenstern von Harry Clarke. Für die Tour wird ein Obulus von 4€ für Erwachsene erhoben.

University College Cork
University College Cork

In den Parkanlagen des University College Cork findest Du auch die Lewis Glucksman Gallery. In dem modernen, teilweise auf Stelzen über den Auenwiesen errichteten Betonbau werden wechselnde Ausstellungen von irischen und internationalen Künstlern gezeigt. Die Glucksman Gallery bietet darüber hinaus ein vielseitiges Rahmenprogramm mit workshops, Künstlergesprächen, Vorträgen und musikalischen Konzerten. Montags ist geschlossen. Der Eintritt zur Glucksman Gallery ist frei (meist auch zu den Konzerten), es wird um einen freiwilligen Spendenbeitrag gebeten mit Orientierung auf 5€.

The Glucksman Gallery
The Lewis Glucksman Gallery

Tagesausflug nach Kinsale

Wie Du siehst, gibt es in Cork eine Menge zu sehen. Was bisher beschrieben wurde, waren nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Cork. Wenn Du zwischendurch mal raus aus der Stadt willst, lohnt sich ein Tagesausflug nach Kinsale etwas südwestlich.

Kinsale liegt ein Stück landeinwärts an einem Mündungsarm, der sich wie ein Fjord von der Atlantik – Küste in das Land einschneidet. Die See ist von der Stadt her nicht zu sehen, der maritime Eindruck trotzdem überall spürbar. Kinsale ist ein teures Pflaster – in dem Ort haben sich mittlerweile viele „gut Betuchte“ niedergelassen. Denn obwohl der Atlantik gar nicht zu sehen ist, gibt sich diese Stadt ein wenig wie ein Seebad. Eine große Marina bietet Platz für viele Yachten und in den Straßen locken kleine exquisite Läden, eine Galerie sowie viele kleine Cafès und Restaurants. Die Einfahrt in die Hafenbucht wird von zwei Fort- Anlagen geschützt. Mittlerweile nur noch Ruinen, zu denen man eine Wanderung unternehmen kann. Auf jeden Fall bietet Kinsale zumindest im Sommer eine Reihe freundlicher Ansichten.

Mit dem Bus, der stündlich zwischen Cork und Kinsale pendelt, bist Du etwa 45 Minuten unterwegs. Fährst Du wirklich nur für einen Tag nach Kinsale, lohnt sich ein „daily return – Ticket“ für 14,90€. Also eine Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt am gleichen Tag. Der Bus fährt ab Busstation Cork City.

Kinsale Hafenbucht
Kinsale

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Reisetips für Cork

Zeitzone und Zeitverschiebung Irland und Cork

In Irland und Cork gilt die Westeuropäische Zeit. Das entspricht , von politische diktierten Abweichungen wie der Sommerzeit abgesehen, der Zeit am Nullmeridian in Greenwich (GMT). Gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (CET) besteht eine Zeitverschiebung von -1 Stunde. Die nebenstehende Uhr zeigt die aktuelle Zeit in Cork.

Wetter und beste Reisezeit für Cork

Das Wetter in Irland ist stark von den Einflüssen der „europäischen Wetterküche“ im Nordatlantik geprägt. Der „Küchendunst“ zieht quasi ständig durch das Land. Das bedeutet oftmals schnelle Wechsel zwischen Sonne, Wolke und Regenschauern. Du solltest Dich immer auf plötzliche Regensgüsse in Irland vorbereiten.

Außerdem sind die Sommer wesentlich kühler als in Mitteleuropa – von Ausnahmen abgesehen. Selbst im Juli und August klettern die Durchschnittstemperaturen kaum über 20°C. Starke Luftbewegungen können zusätzlich für einen frischeren Eindruck sorgen, so daß Du lieber wärmere Sachen im Gepäck haben solltest. An der Südküste Irlands, also auch in der Region Cork, sorgt der Golfstrom für etwas milderes Wetter. Dadurch sind vor allem die Winter weniger kalt, dafür umso nasser. Viele Iren im Süden pflanzen sogar Palmen in die Vorgärten, die allerdings meist ziemlich zerzaust aussehen.

Am Besten als Reisezeit sind demzufolge die Monate Juni, Juli und August für einen Besuch in Cork und Irland. Da gibt es die meisten Sonnenstunden und weniger Niederschläge. Manchmal sogar ganz trockene Wochen. Der September geht auch noch, aber da mußt Du besonders auf Kälteeinbrüche und schnelle Wechsel zwischen Sonnenstunden und Schauern eingestellt sein. Außerdem wird es abends schon recht zeitig dunkel. Interessant ist, daß es an der Westküste Irlands abends bei passender Wetterlage trotzdem lange relativ hell bleibt. Das liegt wohl daran, daß die untergehende Sonne von Westen her auf den Atlantik strahlt und das Licht, zwischen Meeresoberfläche und Wolken hin- und her- reflektiert, wie in einem Lichtleiter auf die irische Westküste trifft.

Einreise nach Irland

Irland ist zwar seit langem Mitglied in der Europäischen Union (EU), gehört aber nicht zu den Schengen – Staaten mit gemeinsamer Außengrenze. D.h. an der Grenze wird bei der Einreise nach Irland kontrolliert. Als EU – Bürger brauchst Du einen Personalausweis / ID-card oder einen Reisepaß. Nicht-EU – Bürger benötigen eventuell noch ein Visum für Irland. Das hängt von den bilateralen Reise – Konditionen ab, die Dein Land mit Irland vereinbart hat.

Anreise nach Cork City

Sicher wäre es übertrieben, allein für einen Stadtbesuch in Cork aus der hintersten Ecke Europas aufzubrechen. So wirst Du wohl diese Stadt eher im Rahmen einer längeren Irland-Reise besuchen. Der Vorteil – Cork ist gleichzeitig eines der „Tore zur grünen Insel“. Also kannst Du auf der Anreise oder auch vor der Abreise gut in Cork Station machen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Mit der Fähre nach Cork

Cork oder die vorgelagerte Hafenstadt Cobh ist einer der Fährhafen Irlands zum „Rest“ der europäischen Union. Zumindest von Roscoff in Frankreich fahren mehrmals wöchentlich Fährschiffe, allerdings nur „motorisiert“ zu benutzen (keine Fußgänger, keine Radfahrer).

Brittany Ferries von Roscoff nach Irland
Brittany Ferries Roscoff – Cork

Obwohl der wichtigste Fährhafen Irlands zur EU Rosslare ist, wird durch den Brexit möglicherweise auch die Fährverbindung nach Cork an Bedeutung gewinnen und der Verkehr verdichtet werden. Da die Fähre auf dieser Linie nur mit Motorfahrzeugen genutzt werden kann, mußt Du Dich mit eigenem Motorrad, Auto oder Mietwagen* auf den Weg machen.

Achtung! In Irland herrscht Linksverkehr!

Cork Irlands Fährhafen und airport Wegweiser

Mit dem Fernbus

Die Anreise mit dem Fernbus ist leider nur über inner-irische Linien möglich. Eine internationale Fernbus – Verbindung besteht nicht. Von Dublin aus fahren regelmäßig mehrmals täglich Busse der irischen Gesellschaft Buseireann nach Cork. Auch mit anderen Städten ist Cork über Fernbusse gut verbunden. Vom europäischen Festland ist es denkbar, nach London, Victoria coach station zu fahren. Dort einen Bus der britischen Gesellschaft National express nach Holyhead (Fähre nach Dublin) oder Fishguard (Fähre nach Rosslare) zu nehmen und dann mit Bus eireann anzureisen. …etwas abenteuerlich, aber möglich. Vom Europort Rosslare fahren Busse regelmäßig zumindest nach Wexford, wo ein Umstieg in Richtung Cork über Waterford möglich ist. Die Busstation von Cork ist direkt im Zentrum.

Per Bahn in Irland

In Irland gibt es ein Eisenbahn – Netz, wenn dieses auch etwas dünn ist. Aber sowohl Dublin als auch der Europort Rosslare sind ans Eisenbahn – Netz angebunden. Von letzterem Startpunkt wird es allerdings schwierig – um nach Cork zu kommen, ist mindestens ein Umstieg erforderlich. Zwischen Dublin und Cork Kent Station gibt es Direktverbindungen. Hochgeschwindigkeits- Verkehr brauchst Du nicht zu erwarten. Die Bahnstrecken sind meist eingleisig und gefahren wird mit Triebwagen – Zügen. Die Kent Station von Cork liegt etwa 1km nordöstlich des Stadtzentrums. Auch von daher ist die Busreise bequemer.

Eirean Railway
Irische Eisenbahn am Lee River

Anreise nach Cork mit dem Flugzeug

Die wohl bequemste Anreise ist leider mit dem Flugzeug. Inseln bringen das so mit sich, daß alle anderen Varianten größere Umstände und Nachteile bergen. Am Rande von Cork liegt der zweitgrößte internationale Flughafen Irlands – Cork airport. Der Flugplan ist zwar bei weitem nicht so dicht wie in Dublin und es bedarf schon einer gründlicheren Suche nach einer Flugverbindung dorthin, aber eventuell mit einem Umstieg ist auch Cork gut zu erreichen. Vom/ zum Flughafen fahren Linienbusse, u.a. auch die Linie nach Kinsale macht am Flughafen Station.

Cork airport Ireland
Cork Airport

Geld in Irland

Irland gehörte mit zu den ersten Ländern der EU, die den Euro als gemeinsame Währung eingeführt haben. Für Nachschub an Euro – Bargeld kannst Du überall an Automaten sorgen, die es zahlreich im ganzen Land gibt. Mit passender Kreditkarte kostenlos, extra – Automaten-Gebühren werden (bisher) nicht erhoben. Weit verbreitet sind auch die Möglichkeiten zur Zahlung mit Kreditkarte.

Nahverkehr innerhalb von Cork

In Cork City verkehren Stadtbusse. Allerdings habe ich damit keine Erfahrungen, da ich praktisch immer alle Wege gelaufen bin. (Selbst die relativ weite Strecke zum Blackrock Castle). Die Busstation liegt mitten in der City. Dort sind auch Info-Schalter und öffentliche Toiletten im Haus.

Eine gute Alternative sind auf vielen Strecken vor allem entlang des Lee River Fahrräder. Es gibt Ansätze für Fahrradwege in der Innenstadt. Das ist allerdings noch bei Weitem nicht so ausgefeilt wie in einigen kontinentalen Städten. Aber ein City-Rad – Verleih-Netz ist vorhanden mit Abstellplätzen verteilt über das ganze Stadtzentrum. Ein neuer „greenway“ als kombinierter Rad-/ Spazierweg führt vom östlichen Zentrum auf einer aufgelassenen Eisenbahn – Trasse in südöstlicher Richtung und kann teilweise auch zur Fahrt nach Blackrock genutzt werden.

City Bikes Station in Cork
City Bikes in Cork
Alte Straßenbahn - Gleise in Cork-Blackrock
Alte Straßenbahn – Gleise in Blackrock

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